Mit einem Trick kommt ein Privatangleger nun auch in einen deutschen Spezialfonds. Er muss dazu einen Gleichgesinnten finden und mit ihm eine BGB-Gesellschaft gründen. Die investiert dann. Nach der Novelle ist vor der Novelle, sagt man sich beim BVI und hat weitere Änderungswünsche. "Wir halten eine starre Regelung für Einzelverkäufe für nicht optimal", sagt Seip. Die Fonds dürfen Einzelobjekte nun nicht mehr zu Preisen unter dem Verkehrswert verkaufen. Früher wurden Abschläge von zwei bis drei Prozent toleriert. Bei Paketverkäufen sind dagegen Abschläge bis fünf Prozent gestattet. Zudem würden die Fonds gerne Immobilienderivate als Investitionsinstrumente nutzen. Bisher ist der Erwerb nur zu Absicherungszwecken gestattet.
Erfolgsgeschichte
1959
Der erste offene Immobilienfonds sammelt sieben Mill. Euro ein.
1970
In fünf Fonds stecken rund 300 Mill. Euro.
1980
Das Volumen erreicht 2,3 Mrd. Euro.
1990
Nun haben zwölf Fonds rund 8,4 Mrd. Euro eingesammelt.
2000
Eine Dekade rasanten Wachstums liegt hinter der Branche. Am Jahresende haben die Anleger 19 Fonds 47,8 Mrd. Euro anvertraut.
2008
Neue Investmentgesetze haben die Branche verändert. Reine Auslandsfonds sind am Markt. 43 Fonds, darunter auch solche von bankenunabhängigen Anbietern, werben um Anleger. Die vertrauen der Branche 84 Mrd. Euro an.
