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15.04.2008 
Ermittlungen in Österreich laufen an

Deutschland reicht gestohlene Steuerdaten weiter

Zwei Monate nach der ersten Durchsuchung in Deutschland hat Österreich eine Liste mit den Namen möglicher Steuerhinterzieher bei Liechtensteiner Banken erhalten.

dpa WIEN. Wie das Finanzministerium dazu am Dienstag in Wien mitteilte, könne damit die Überprüfung der Daten beginnen. Allerdings erwarte man von den deutschen Behörden weitere Unterlagen, die für eine strafrechtliche Beurteilung der einzelnen Fälle unerlässlich seien.

Zunächst erhielt das Ministerium nach Angaben eines Sprechers nur eine Namensliste per Fax. Die Österreicher hätten für diese Daten defintiv nichts bezahlt, hieß es im Ministerium. In Wien wird betont, dass man nicht an eine Veröffentlichung von Namen Betroffener denke.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA sollen die ursprünglich an den deutschen Geheimdienst BND übergebenen DVDs Namen und Details von 150 Österreichern enthalten, die möglicherweise hohe und unversteuerte Beträge in Liechtenstein angelegt hatten, um dem eigenen Fiskus zu entgehen. Die deutschen Fahnder hatten als ersten Verdächtigen Postchef Klaus Zumwinkel ins Visier genommen.

Bis Anfang April hatten die Wiener Steuerbehörden nach Angaben vom Dienstag 67 Selbstanzeigen im Zusammenhang mit der Liechtensteiner Steueraffäre erhalten. Österreich war im Zusammenhang mit dem Steuerskandal im Nachbarland wegen seines Bankgeheimnisses selbst in die Schusslinie der meisten EU-Länder geraten. Deutsche haben auf österreichischen Banken nach offiziellen Angaben 18 Mrd. Euro "geparkt", auf die der deutsche Fiskus keinen Zugriff hat.


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