| HANDELSBLATT, Donnerstag, 8. Mai 2008, 21:05 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Fußball 2.Bundesliga | ||||||||||||||||||||||||
Punkteabzug für TuS Koblenz reduziert | ||||||||||||||||||||||||
Zweitligist TuS Koblenz hat im Abstiegskampf am "Grünen Tisch" zwei wichtige Punkte gewonnen: Der Ligavorstand der Deutschen Fußball Liga (DFL) reduzierte am Donnerstagabend als zweite Instanz den Rekord-Punkteabzug von acht Zählern für die laufende Saison auf sechs Punkte. Damit rangieren die Koblenzer zwei Spieltage vor Saisonende mit 37 Zählern wieder zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen und haben gute Aussichten auf den Klassenerhalt. Im Falle des Ligaerhalts werden den Koblenzern zu Beginn der kommenden Saison weitere drei Punkte abgezogen, so dass sich die Gesamtstrafe insgesamt auf neun Zähler erhöht. Weiterhin Bestand hat zudem die Geldstrafe in Höhe von 200 000 Euro. DFL wollte "rechtzeitig vor dem Saisonende Klarheit" "Man muss die Kirche im Dorf lassen, da es sich um die Verfehlungen eines Einzelnen handelt. Der Ligavorstand hat die Angelegenheit intensiv geprüft. Im Sinne eines fairen Wettbewerbs war angesichts des Verstoßes des damaligen Geschäftsführers gegen die Lizenzordnung eine angemessene Strafe unausweichlich. Wir haben es für wichtig erachtet, dass rechtzeitig vor dem Saisonende Klarheit über die Punkteverteilung herrscht", erklärte Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball nach der fünfstündigen Verhandlung in einem Frankfurter Hotel. Aufgrund des gelungenen Vergleichs mit der DFL verzichten die Koblenzer auf eine weitere Klage vor dem ständigen Schiedsgericht der Lizenzvereine. Damit kann die Zweitliga-Saison 2007/2 008 mit dem letzten Spieltag sportlich zu Ende gehen, ohne dass der Liga eine Entscheidung über den Abstieg am "Grünen Tisch" droht. "Damit ist der Streit endgültig erledigt und die Sache abgeschlossen. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, in eine weitere Instanz zu gehen. Aber wir wollten im Abstiegskampf unbedingt Ruhe reinbringen, deshalb haben wir dem Vergleich letztendlich zugestimmt", sagte TuS-Aufsichtsratschef Walterpeter Twer. Die DFL hatte Koblenz am 24. April 2008 mit dem Punkteabzug sowie der Geldbuße belegt, da die TuS dem Lizenzierungsausschuss die Verträge der Spieler Marko Lomic und Branimir Bajic - samt Ablösesumme in Höhe von 2,3 Mill. Euro - vorenthalten hatte. Die DFL sprach sogar von "mutwilliger Täuschung". Dagegen hatte die TuS am vergangenen Freitag fristgerecht Beschwerde eingelegt. Diese Beschwerde war jedoch in erster Instanz von der DFL abgelehnt worden. © SID | ||||||||||||||||||||||||
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