0 Bewertungen
15.11.2007 

Schritt 4: Betrachten Sie die Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder einer Dienstleistung

Ein Vorurteil gegen klimafreundliche Beschaffung ist, dass der Preis eines grünen Produktes meistens zu hoch ist. Ein Grund dafür ist, dass die öffentliche Haushaltsführung den Beschaffern, aber auch den Nutzern keinen ausreichenden Anreiz bietet, genauer den Preis eines Produktes oder einer Dienstleistung zu hinterfragen. Beziehen Sie daher in Ihre Beschaffungsentscheidung alle Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder einer Dienstleistung – von der Produktion über die Bereitstellung und Nutzung bis zur Entsorgung – ein. Besitzt das Produkt eventuell eine längere Lebensdauer, so lassen sich bei einer Lebenszykluskostenbetrachtung die höheren Anschaffungskosten rechtfertigen. In einer Hamburger Umweltbehörde konnte beispielweise durch den Einsatz energieeffizienter Beleuchtungssysteme mit langen Lebensdauern 225.000 Euro gespart werden. Eine andere Möglichkeit, die Kosten einer Beschaffung zu reduzieren, bietet die Bildung von Einkaufsgemeinschaften mit anderen Kommunen.

Schritt 5: Beziehen Sie umweltrelevante Kriterien bei der Ausschreibung ein

Es gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, umweltrelevante Kriterien in öffentliche Ausschreibungen einzubeziehen. So können Sie bereits bei der Festlegung des Auftragsgegenstands durch die Wahl eines klimafreundlichen Titels den Bietern signalisieren, dass Sie Schwerpunkte im Klimaschutz setzen. Bei der Leistungsbeschreibung können klimafreundliche Herstellungsprozesse wie etwa „Grüner Strom“ aber auch ökologischer Landbau von den potenziellen Bietern gefordert werden.

Schritt 6: Machen Sie Ihr Engagement sichtbar

Kommunizieren Sie beispielsweise über regionale Zeitungen auch nach außen, dass sich Ihre Kommune für eine klimafreundliche Beschaffung engagiert. Nutzen Sie zudem interkommunale Veranstaltungen, um sich mit anderen Kommunen auszutauschen.

Lesen Sie mehr unter:

» www.tu-dresden.de/wwbwlbu/
» www.blauer-engel.de/
» www.eco-label.com/german/
» www.beschaffung-info.de
» ec.europa.eu/environment/gpp/pdf/handbook_de.pdf
Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück  vor
  • In der Heimat der Exoten

    In der Heimat der Exoten

    Exotik ist angesagt bei der British Motor Show in London - zumindest, wenn es um Modelle aus dem Gastgeberland geht. Doch auch Branchengrößen wie Opel nutzen die Londoner Bühne für mitunter exotisch anmutende Auftritte. Ein Querschnitt durch das Showprogramm.Bildergalerie 

  • Premiere vor der Tower Br...

    Premiere vor der Tower Bridge

    Spektakuläre Premiere für den Opel Insignia: Vor dem Hintergrund der ehrwürdigen Tower Bridge schwebte Opels neuer Hoffnungsträger aus 50 Meter Höhe ein. Auf dem so eindrucksvoll eingeführten Mittelklassemodell ruhen hohe Erwartungen - zu hohe, wie manche Experten mein...Bildergalerie 

  • Die Zweijährigen mit dem ...

    Die Zweijährigen mit dem höchsten Potenzial

    Die Auto-Bewertungsexperten von Schwacke haben sich aktuell zwei Jahre alte Fahrzeuge vorgenommen und diese hinsichtlich Wertverlust und Restwertpotenzial in elf Fahrzeugklassen beurteilt. Unsere Übersicht zeigt die 33 Bestplatzierten.Bildergalerie 

  • Die Firmenautos des Jahre

    Die Firmenautos des Jahres

    Autos, die sich in großen Fuhrparks durchsetzen, erfüllen besondere Voraussetzungen in puncto Unterhaltskosten, Restwert und Verschleiß. Damit sind sie auch für private (Gebrauchtwagen-) Käufer interessant. Jetzt haben 150 Fuhrparkmanager aus 120 Modellen ihre Favorite...Bildergalerie