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HANDELSBLATT, Freitag, 28. März 2008, 17:46 Uhr
Darüber spricht das Netz

Photoshop kostenlos im Internet

Von Jens Schröder

Adobe hat mit Photshop Express eine kostenlose Web-Variante seiner Bildbearbeitungs-Software gestartet. Ebenfalls gratis sind jetzt alle bisher gelaufenen Episoden der Cartoon-Serie „South Park“ zu sehen – und YouTube hat ein neues Statistik-Tool für seine Nutzer veröffentlicht. „Darüber spricht das Netz“ – jeden Freitag bei „Handelsblatt.com“.



Nicht nur für Hundeliebhaber interessant: Die kostenlose Web-Version von Adobes Photoshop Foto: ap
Bild vergrößernNicht nur für Hundeliebhaber interessant: Die kostenlose Web-Version von Adobes Photoshop Foto: ap

Software-Unternehmen Adobe hat ein kostenloses Bildbearbeitungs-Tool ins Netz gestellt. Mit Photoshop Express können Nutzer ihre eigenen Fotos in ein 2 Gigabyte großes Account laden, sie dort bearbeiten, Alben gestalten, sie der Öffentlichkeit bereit stellen oder in andere Foto-Communities transferieren. Die komplett im Adobe-eigenen Flash-Format programmierte Website ist natürlich kein Ersatz für die mächtige Photoshop-Software, dürfte aber Hobby-Fotografen eine willkommene Hilfe sein. Zudem wird Adobe schon allein von der Marke Photoshop profitieren, um neue Konkurrenten wie Googles Picasa, die erste Schritte in Richtung Bildbearbeitung gegangen sind, zu verdrängen. Die ersten Meinungen aus den bekanntesten Blogs sind recht positiv, gelobt wird vor allem die hübsche Oberfläche und die hohe Geschwindigkeit des Tools. Finanzieren will Adobe sein Photoshop Express im Übrigen mit Premium-Accounts, in denen noch mehr Speicherplatz und Extra-Features enthalten sein sollen. Vorerst befindet sich das Angebot jedoch in einem Beta-Test, die kostenpflichtigen Kontos kommen später hinzu.

Nach und nach lernt die Unterhaltungs-Industrie doch noch, welche Angebote die Nutzer im Internet gern hätten und wie sie davon abgehalten werden können, illegale Dienste zu nutzen. Aktuellstes Beispiel: Medien-Multi Viacom und die South Park Studios, Produzenten der gleichnamigen Cartoon-Serie, haben alle „South Park“-Episoden in guter Qualität ins Netz gestellt. Abrufbar in (fast) aller Welt und komplett kostenlos. Bisher sind insgesamt 170 Folgen gelaufen, neue Episoden der Serie, die gerade in ihrer 12. Staffel zu sehen ist, stehen bereits am Tag nach der US-TV-Ausstrahlung auf der Website bereit. Laut verschiedenen Berichten gibt es lediglich für Nutzer aus englischsprachigen Ländern außerhalb der USA, also z.B. England, Australien und Kanada – rechtebedingte Einschränkungen, in Deutschland lassen sich aber alle Folgen genießen. Viacom hatte bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass man das Netz auf geschickte Weise nutzt: Neben „South Park“ sind beispielsweise auch alle Folgen der „Daily Show with Jon Stewart“ online verfügbar. Geld verdienen will das Unternehmen mit Werbespots, die in die Streams integriert sind.

Internet-Links

YouTube stellt seinen Nutzern, Partnern und Werbetreibenden ab sofort ein Tool zur Verfügung, mit dem analysiert werden kann, wie viele Leute wann ein selbst hochgeladenes Video angeschaut haben, woher sie kamen und wie populär das Video in bestimmten Ländern ist. Weitere nützliche Funktionen sollen folgen. Besonders für professionelle Videoanbieter, die ihre Clips via YouTube verbreiten und die Werbeindustrie, die YouTube als Reklame-Plattform nutzt, dürfte YouTube Insight, so der Name des Dienstes, wichtige Erkenntnisse über ihre Zuschauerschaft und potenzielle Zielgruppen liefern. Verfügbar ist das Tool aber auch für ganz normale Nutzer.

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