Microsoft
schlägt zurück: Nachdem Online-Lösungen für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation usw. immer populärer werden, hat der Office-Riese nun ebenfalls einen Testlauf für ein solches Angebot gestartet. "Microsoft Office Live Workspace" erhält bislang allerdings sehr durchmischte Reaktionen in den Blogs. Bemängelt wird vor allem, dass Microsoft
offenbar der Mut fehlt, komplette Browser-basierte Office-Anwendungen ins Netz zu stellen. So lassen sich mit "Office Live Workspace" zwar Dokumente im Netz speichern, sodass sich von überall darauf zugreifen lässt, für das Verändern der Dokumente ist aber weiterhin eine voll installierte Office-Version nötig. Lediglich für simpelste Textänderungen steht ein Editor namens "Web Notes" zur Verfügung. Eine Gefahr für Web-basierte Office-Lösungen von Google
oder Zoho ist "Office Live Workspace" also noch nicht. Zoho hat in dieser Woche im Übrigen einen neue Version von "Zoho Show" an den Start gebracht. Der Powerpoint-Konkurrent bietet selbstverständlich nicht den großen Funktionsumfang des Microsoft
-Originals, einfache Präsentationen lassen sich damit aber erstaunlich gut erstellen - und das vor allem ohne Installation einer Software, an jedem mit dem Internet verbundenen Rechner der Welt.
Internet-Links
» TechCrunch analysiert das neue Microsoft
-Produkt
Auch » Webware beschäftigt sich mit "Office Live Workspace" und zeigt zahlreiche Screenshots
» TechCrunch über die neue "Zoho Show"-Version
Für viel Aufregung hat natürlich auch Googles
Angriff auf die Wikipedia gesorgt (handelsblatt.com berichtete). Knol, so der etwas seltsame Name des neuen Angebots soll Nutzer dazu bringen, Lexikoneinträge künftig lieber bei Google
als für die Wikipedia zu schreiben. Während manch populärer Blogger wie Steve Rubel schon das Ende der Wikipedia gekommen sieht, sind andere eher skeptisch. Rubels Argumente sind allerdings nicht von der Hand zu weisen. So wird Google
bei den Suchergebnissen sicher Knol-Treffer gegenüber Wikipedia-Treffern bevorzugen, Google
will zudem Unternehmen, Organisationen und damit zahlreiche Experten nicht aus Knol ausschließen und verfügt zudem eindeutig über viel mehr Geld als die Wikipedia. Auf der anderen Seite könnte die Wikipedia allerdings auch profitieren, denn wenn Knol es schafft, weiteres Wissen ans Tageslicht zu fördern, kann das von den Hobby-Autoren auch in die Wikipedia integriert werden. Die Verlierer des Kampfes dürfte daher woanders zu suchen sein: in der Branche der kommerziellen Lexikonanbieter und-verlage.
Internet-Links
Steve Rubel: » Wikipedia and Wikia are Dead. Google
Just Killed Them
Der » Silicon Alley Insider sieht das ähnlich
» Machinist meint, Knol wird der Wikipedia helfen
Das deutsche » Upload Magazin stellt die verschiedenen Systeme, also Wikipedia, Knol und Citizendium gegenüber
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