0 Bewertungen
16.12.2007 

Microsoft schlägt zurück: Nachdem Online-Lösungen für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation usw. immer populärer werden, hat der Office-Riese nun ebenfalls einen Testlauf für ein solches Angebot gestartet. "Microsoft Office Live Workspace" erhält bislang allerdings sehr durchmischte Reaktionen in den Blogs. Bemängelt wird vor allem, dass Microsoft offenbar der Mut fehlt, komplette Browser-basierte Office-Anwendungen ins Netz zu stellen. So lassen sich mit "Office Live Workspace" zwar Dokumente im Netz speichern, sodass sich von überall darauf zugreifen lässt, für das Verändern der Dokumente ist aber weiterhin eine voll installierte Office-Version nötig. Lediglich für simpelste Textänderungen steht ein Editor namens "Web Notes" zur Verfügung. Eine Gefahr für Web-basierte Office-Lösungen von Google oder Zoho ist "Office Live Workspace" also noch nicht. Zoho hat in dieser Woche im Übrigen einen neue Version von "Zoho Show" an den Start gebracht. Der Powerpoint-Konkurrent bietet selbstverständlich nicht den großen Funktionsumfang des Microsoft-Originals, einfache Präsentationen lassen sich damit aber erstaunlich gut erstellen - und das vor allem ohne Installation einer Software, an jedem mit dem Internet verbundenen Rechner der Welt.

Internet-Links

Für viel Aufregung hat natürlich auch Googles Angriff auf die Wikipedia gesorgt (handelsblatt.com berichtete). Knol, so der etwas seltsame Name des neuen Angebots soll Nutzer dazu bringen, Lexikoneinträge künftig lieber bei Google als für die Wikipedia zu schreiben. Während manch populärer Blogger wie Steve Rubel schon das Ende der Wikipedia gekommen sieht, sind andere eher skeptisch. Rubels Argumente sind allerdings nicht von der Hand zu weisen. So wird Google bei den Suchergebnissen sicher Knol-Treffer gegenüber Wikipedia-Treffern bevorzugen, Google will zudem Unternehmen, Organisationen und damit zahlreiche Experten nicht aus Knol ausschließen und verfügt zudem eindeutig über viel mehr Geld als die Wikipedia. Auf der anderen Seite könnte die Wikipedia allerdings auch profitieren, denn wenn Knol es schafft, weiteres Wissen ans Tageslicht zu fördern, kann das von den Hobby-Autoren auch in die Wikipedia integriert werden. Die Verlierer des Kampfes dürfte daher woanders zu suchen sein: in der Branche der kommerziellen Lexikonanbieter und-verlage.

Internet-Links

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Weitere Themen im Schnelldurchlauf

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Zuletzt besucht / gesucht

Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück  vor
  • In der Heimat der Exoten

    In der Heimat der Exoten

    Exotik ist angesagt bei der British Motor Show in London - zumindest, wenn es um Modelle aus dem Gastgeberland geht. Doch auch Branchengrößen wie Opel nutzen die Londoner Bühne für mitunter exotisch anmutende Auftritte. Ein Querschnitt durch das Showprogramm.Bildergalerie 

  • Premiere vor der Tower Br...

    Premiere vor der Tower Bridge

    Spektakuläre Premiere für den Opel Insignia: Vor dem Hintergrund der ehrwürdigen Tower Bridge schwebte Opels neuer Hoffnungsträger aus 50 Meter Höhe ein. Auf dem so eindrucksvoll eingeführten Mittelklassemodell ruhen hohe Erwartungen - zu hohe, wie manche Experten mein...Bildergalerie 

  • Die Zweijährigen mit dem ...

    Die Zweijährigen mit dem höchsten Potenzial

    Die Auto-Bewertungsexperten von Schwacke haben sich aktuell zwei Jahre alte Fahrzeuge vorgenommen und diese hinsichtlich Wertverlust und Restwertpotenzial in elf Fahrzeugklassen beurteilt. Unsere Übersicht zeigt die 33 Bestplatzierten.Bildergalerie 

  • Die Firmenautos des Jahre

    Die Firmenautos des Jahres

    Autos, die sich in großen Fuhrparks durchsetzen, erfüllen besondere Voraussetzungen in puncto Unterhaltskosten, Restwert und Verschleiß. Damit sind sie auch für private (Gebrauchtwagen-) Käufer interessant. Jetzt haben 150 Fuhrparkmanager aus 120 Modellen ihre Favorite...Bildergalerie