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15.06.2007 
CO2-Ausstoß halbieren

Easyjet präsentiert Spar-Flugzeug

Der britische Billigflieger easyjet will den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2015 um die Hälfte reduzieren. Die Flugzeuge mit dem Namen "easyjet ecojet" sollen unter anderem leichter sein und spezielle Motoren haben, kündigte das Unternehmen an.

Schlanker rumpf, länglich, zwei Propeller am Heck, ein breites Leitwerk - das ist der Ecojet. Ob das Modell jemals gebaut wird, ist fraglich. Foto: EasyjetLupe

Schlanker rumpf, länglich, zwei Propeller am Heck, ein breites Leitwerk - das ist der Ecojet. Ob das Modell jemals gebaut wird, ist fraglich. Foto: Easyjet

dpa-afx LONDON. Das Ökoflugzeug soll weniger als 47 Gramm Kohlendioxid pro Passagier und Kilometer ausstoßen, bisher seien es 97,5 Gramm. "Das ist mit heute schon verfügbarer Technik möglich", sagte easyjet-Sprecher Oliver Aust der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Als "größter Airbus-Kunde in Europa" wolle easyjet Druck auf die Hersteller ausüben, ein solches Flugzeug zu bauen.

Easyjet fliegt unter anderem nach Berlin, München und Dortmund und hat eigenen Angaben zufolge "mit allen wichtigen Herstellern" von Flugzeugen und Triebwerken über das Projekt gesprochen. Bei dem "ecojet" handle es sich nicht um Science-Fiction, sondern um die Zusammenfügung der Techniken, an denen die Hersteller derzeit arbeiteten. "Es ist absolut realistisch, dass dieses Flugzeug 2015 fliegen wird", sagte Aust. 25 Prozent der Emissionen sollen durch neuartige Triebwerke mit offenem Rotor eingespart werden, 15 Prozent durch die Reduzierung des Gewichts mittels leichterer Bauteile. zehn Prozent sollten durch eine bessere Elektronik zur Flugsteuerung und eine einheitliche Flugsicherung in Europa ("Single European Sky") eingespart werden.

"Wir brauchen dazu auch die politischen Rahmenbedingungen", sagte Aust. Dazu zähle etwa die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Handel mit Verschmutzungsrechten. Billigflieger stehen in der Kritik, massiv zum Klimawandel beizutragen. Ein Klimaschützer kritisierte, die einzige Möglichkeit, den Schadstoffausstoß wirklich zu verringern, sei es, weniger zu fliegen. Die Technologie, Emissionen um 50 Prozent zu reduzieren, liege "Jahrzehnte entfernt". Erst kürzlich hatte die Billiglinie Virgin angekündigt, in den kommenden zehn Jahren 1,6 Mrd. Pfund (rund 2,4 Mrd Euro) in die Entwicklung von Biokraftstoffen zu investieren.

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