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18.03.2008 

Die Leistung und damit der Energieverbrauch der Rittal-Klimageräte bleibt zudem über einen längeren Zeitraum konstant, während sie bei herkömmlichen Systemen oft schon nach wenigen Tagen drastisch absinkt, weil Kühllamellen und Luftfilter verstopfen. Rittal beschichtet die Lamellen mit RiNano, einem blau schimmernden Lack, dessen Bestandteile sich auf der Oberfläche der Lamellen so anordnen, dass Schmutzpartikel keinen Halt finden und von der durchströmenden Luft einfach davongetragen werden.

Andere Maßnahmen würden die Emission von Treibhausgasen noch weit drastischer reduzieren. Tauschten Unternehmen zum Beispiel weltweit alle Großmotoren, die Förderkörbe, Papiermaschinen, Walzstraßen und Schmiedehämmer antreiben, gegen elektronisch geregelte Antriebe mit höchstem Wirkungsgrad aus, würde das nach Siemens-Berechnungen den globalen Stromverbrauch auf einen Schlag um 15 Prozent reduzieren. Die Münchner stellen solche effizienten Motoren her. Der Kohlendioxidausstoß verringerte sich demnach um weltweit 360 Millionen Tonnen pro Jahr. Das entspricht den Gesamtemissionen von Belgien und den Niederlanden. „Derartige Investitionen amortisieren sich in weniger als zwei Jahren“, verspricht Siemens-Forschungschef Hermann Requardt.

Wie schnell sich intelligentes Sparen rechnen kann, zeigt das Beispiel von Klaus und Gerd Koch, die im baden-württembergischen Schömberg einen Edeka-Aktiv-Markt führen. Sie beheizen ihre Räume mit der Abwärme der zahlreichen Kühlaggregate. Überschüsse werden im Erdreich zwischengespeichert, dessen Niedertemperaturwärme auch bei der Überbrückung von sehr kalten Tagen hilft. Das 80 000 Euro kostende System erwirtschaftet Einsparungen von 10 000 Euro pro Jahr und hat den Energieverbrauch des Marktes um mehr als 50 Prozent reduziert. Künftig steigende Energiepreise eingerechnet, amortisiert es sich in weniger als acht Jahren.

Noch schneller geht es bei einer Lösung, die Lederer gewählt hat, ein Unternehmensteil der Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik. Statt mit Erdgas beheizt es seine Produktionsstätte im nordwürttembergischen Öhringen mit Abwärme aus der Produktion. Das amortisiert sich innerhalb von eineinhalb Jahren.

Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 08, 18.02.2008.

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