Bei der Umrüstung werden die alten Stromzähler ausgebaut und der deutlich kleinere elektronische Zähler an dessen Stelle montiert. Das digitale Display zeigt die verbrauchte Strommenge an. Die Daten liegen elektronisch vor und können per Telefon oder Internet an den Rechner des Energieversorgers übermittelt werden. Innerhalb des Hauses kann der Kunde mit seinem Computer entweder über W-Lan-Funknetz oder die Datenübertragung über das Stromnetz auf den Zählerstand zugreifen.
Eine spezielle Software visualisiert den Stromverbrauch, so dass der Verbraucher auf seinem Bildschirm beobachten kann, wie der Stromverbrauch steigt oder sinkt je nachdem welche Geräte zu- oder abgeschaltet werden. Später soll es möglich sein, dass der Verbrauch einzelner Geräte im Haushalt anzeigt wird. Dazu müssen aber Fernseher, Waschmaschinen oder Herde zunächst mit einem Chip ausgerüstet werden, über den der Stromzähler jedes einzelne Gerät erkennt und dessen Stromverbrauch individuell erfassen kann.
Bisher sind die Haushalte noch so gut wie alle mit herkömmlichen Zählern ausgestattet. 42 Mill. Zähler hängen in deutschen Haushalten. Eine landesweite Umrüstung wird nach Expertenschätzungen etwa sechs Milliarden Euro kosten. Wer die Kosten dafür tragen wird, steht noch nicht fest. Experten gehen aber davon aus, dass sich Stromversorger und deren Kunden die Ausgaben teilen werden.
Inzwischen gibt es mehrere Hersteller von elektronischen Stromzählern, doch die Geräte arbeiten im Detail unterschiedlich. „In den Pilotprojekten sollen nun erste genormte Schnittstellen und Funktionen entwickelt werden“, sagt Dietrich Ermert, Zählerexperte bei der RWE Rhein-Ruhr Netzservice GmbH in Essen.
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