Umwelt NewsEnergie + TechnikNachhaltig wirtschaftenFotostreckenWissenstests
TechnologieEnergie + UmweltEnergie + TechnikErneuerbare Energien
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Donnerstag, 24. April 2008, 12:23 Uhr
Erneuerbare Energien

Windkraft vor der Flaute

Von Markus Hennes

Deutschland wird in diesem Jahr seine weltweit führende Position in der Erzeugung von Strom aus Windkraftanlagen verlieren. Experten erwarten für dieses Jahr einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Kommt es zu keiner Trendumkehr, wird Deutschland sein Klimaschutzziel bis zum Jahr 2020 verfehlen.


 Mehr zum Thema: Hannover Messe 2008
Artikel

Kostenlose Software steuert Maschinen (24.04. 07:01)

Artikel

Der lange Weg zur intelligenten Fabrik (23.04. 07:00)

Artikel

Brennstoffzellen werden mobil  (22.04. 17:48)

Zum Special ...



In Deutschland wird der Neubau von Windkraftanlagen wieder rückläufig sein. Foto: dpa
Bild vergrößernIn Deutschland wird der Neubau von Windkraftanlagen wieder rückläufig sein. Foto: dpa

HANNOVER. Musterwindland USA: Ausgerechnet im Land des notorischen Klimaskeptikers George W. Bush erlebt die Windkraft einen wahren Boom. Experten erwarten, das in diesem Jahr neue Anlagen mit Kapazitäten von mindestens 7 000 Megawatt (MW) errichtet werden - ein Mehr gegenüber dem Vorjahr von knapp 40 Prozent.

Hierzulande dagegen wird der Neubau wieder rückläufig sein: Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie (BWE), erwartet, dass in diesem Jahr die installierte Leistung nur um 1 400 MW auf 23 600 MW steigen wird. Im Vergleich zu den 1 700 des Vorjahres bedeutet das einen deutlichen Rückgang

Komme es zu keiner Trendumkehr, werde Deutschland sein Klimaschutzziel bis zum Jahr 2020 verfehlen. Nur wenn bis dahin jedes Jahr neue Windstromkapazitäten mit einer Leistung von 3 500 MW hinzukämen, könne die Vorgabe, mindestens 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, eingehalten werden, so Albers.

Ein Hindernis für neue Anlagen bestünde häufig darin, dass sie sich derzeit wegen der im internationalen Vergleich niedrigen Einspeisevergütung in Deutschland nicht rechneten. Vor allem die stark gestiegenen Preise für Stahl und Kupfer schmälern die Rendite. Deshalb müsse bei der geplanten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Einspeisevergütung für an Land erzeugten Windstrom um zehn Prozent auf 9,6 Cent pro Kilowattstunde (KWh) angehoben werden, forderte Albers jüngst auf der Hannover Messe. Als denkbare Alternative für eine einmalige Anhebung nannte der BWE-Präsident die Bindung der Windstromvergütung an die steigenden Rohstoffpreise. Wenn auch das nicht geschehe, solle zumindest die im EEG vorgesehene Degression der Vergütung für die Einspeisung um jährlich zwei Prozent vorübergehend ausgesetzt werden.

Mit der höheren Vergütung für Windkraftanlagen im Meer (Offshore), die der Bundestags voraussichtlich im Juni bei der Novellierung des EEG beschließen werde, könne die Branche dagegen leben. „Bei der Offshore-Vergütung von 14 Cent pro Kilowattstunde bekommen wir endlich die Regelung, die man schon seit Jahren gebraucht hätte“, sagte Albers.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Der Kampf gegen Kohlendioxid hilft der Branche


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Unerschöpfliche Energiequelle(13.05. 16:36)
Artikel Ölriesen ändern grüne Strategie(05.05. 16:53)
Artikel Windkraft vor der Flaute(24.04. 12:23)
Artikel Im Tal der Sonne(22.04. 11:48)
Artikel Wachstumsfaktor Erneuerbare Energien(17.04. 13:31)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

WAS DIE ZUKUNFT BRINGT
AntarktisAntarktis-Station
Die neue deutsche Antarktis-Station Neumayer II  » weiter
ErderwärmungWarme Erde
Wie sich die Temperaturen auf der Erde bis zum Jahr 2090 verändern könnten.  » weiter
EnergiesparhausGrüner Wolkenkratzer
Keinen Tropfen Regen verschenken: Wie mit umweltfreundlicher Gebäudetechnik im 366 Meter hohen Bank of America Tower Ressourcen optimal genutzt werden sollen.   » weiter
CO2-AutoSparsam mobil
Verbrauch senken: Dank modernster Spritspar-Technik können maximale Einsparpotentiale bei Personenwagen erzielt werden.  » weiter
HybridautoModernster Antrieb
Mit der Kraft von zwei Herzen: Wie ein Elektromotor und ein Achtzylinder-Benziner das derzeit stärkste Hybrid-Auto auf bis zu 435 PS bringen.   » weiter
KraftwerkAltes Mädchen
152 Milliarden Kilowattstunden später: Das Atomkraftwerk Stade wird nach einer Laufzeit von 26 Jahren abgerissen. Betrachten Sie hier die Innenansichten des Meilers.   » weiter
TOOLS
Ihre persönliche CO2-Bilanz: Interaktive Rechner verraten Ihnen, wie Sie Energie sparen und gleichzeitig Ihre Umwelt schonen können. » starten
WEBLOGS
Blog  Klimastrategien: Risikovorsorge, Wettbewerbsvorteil und Aktionärsbindung
Klima-Blog

Unternehmen unterschätzen die globalen Folgen des Klimawandels und stehen den Risiken großteils völlig unvorbereitet gegenüber. Selbst gute Risikomanagement-Systeme ignorierten das Thema meist. Das Fazit zieht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in einer Studie zu 18 Industriebereichen.
Blog Reiseveranstalter und Hotelmanager gefordert
Blog In Mannheim und anderswo

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Rechenpower

Neuer Superrechner soll Europas Luftfahrtindustrie vorantreiben.
Gewinnspiel

Werden Sie Mondreisender für einen Tag im Kölner Esa-Zentrum.
Mediawatcher

Hans-Peter Siebenhaar geht in seinem Weblog in medias res.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick