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HANDELSBLATT, Donnerstag, 6. Dezember 2007, 21:58 Uhr
Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft

Zukunftspreis für besonders helle Leuchtdioden

Für die Entwicklung besonders heller Leuchtdioden hat Bundespräsident Horst Köhler am Donnerstagabend in Berlin ein Forscherteam aus Regensburg und Jena mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.


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HB BERLIN. Klaus Streubel, Stefan Illek und Andreas Bräuer haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die Leistungsfähigkeit der bisher eher leuchtschwachen LEDs deutlich gesteigert werden konnte.

Der Bundespräsident forderte bei der Preisverleihung eine verstärkte Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Um Ideen in überzeugende Produkte und Verfahren umzusetzen, müssten die Grenzen durchlässiger werden, sagte Köhler. „Der Transfer der Forschungsleistung in die Wirtschaft muss schneller werden.“

Die prämierte Erfindung basiert bereits auf einer Kooperation: Streubel und Illek, die für das Regensburger Unternehmen Osram Opto Semiconductors arbeiten, haben eine dünne, reflektierende Metallschicht in LED-Chips eingebaut, die mehr Licht an die Oberseite der Diode bringt.

Bräuer vom Fraunhofer-Institut in Jena entwickelte dazu eine Spezialoptik, die für eine weitere Effizienzsteigerung sorgte. „Die Effizienz hat in der Entwicklung eine große Rolle gespielt“, erklärte Streubel bei der Verleihung.

Leuchtdioden gelten als klimaschonend, da sie weniger Strom als Glühbirnen verbrauchen. Bislang kamen sie jedoch nur dort zum Einsatz, wo kein helles Licht erforderlich war, etwa in Autoarmaturen oder Telefon-Displays. Die prämierten Hochleistungs-LEDs finden sich bereits in den Brems- und Rückscheinwerfern einiger Autos.

Köhler sprach sich außerdem dafür aus, Kinder frühzeitig an Naturwissenschaften heranzuführen. „Es ist ein natürliches Bedürfnis der Kinder, da mehr zu wissen“, sagte der Bundespräsident.

Bei der Verleihung der „Erfinder-Oscars“ war auch ein echter Oscar-Preisträger zu Gast: Der Regisseur des Films „Das Leben der Anderen“, Florian Henckel von Donnersmarck, lobte den guten Ruf deutscher Wissenschaftler im Ausland: „Weil unsere Techniker so gut sind, gelten auch wir als intelligent und innovativ“, sagte der Filmemacher.

Der mit 250.000 Euro dotierte Zukunftspreis wird seit 1997 jährlich vom amtierenden Bundespräsidenten vergeben und zeichnet technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovationen aus. Wichtige Kriterien für eine Prämierung sind die Anwendungsmöglichkeiten der Entwicklung und ihre Marktfähigkeit.


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