Sunclip hat dabei gleich mehrere Vorteile. Zum einen wird die Lebensdauer der Anlagen verlängert. Noch entscheidender könnte aber sein, dass die Installation vereinfacht und verkürzt wird. Und gerade die Montagekosten machen einen Großteil der Gesamtausgaben für ein komplettes System aus.
Seine Erfindung hat Kirschning inzwischen in den wichtigsten Märkten für Solaranlagen Europa, Japan und den USA zum Patent angemeldet. „Momentan präsentiere ich das System bei den Herstellern von Solaranlagen“, sagt Kirschning, der sich mittlerweile ausschließlich um das Projekt kümmert und seinen Job als Unternehmensberater gekündigt hat.
„Verbesserungen am Aufbau der Anlagen werden in Zukunft mit Sicherheit wichtiger“, bestätigt Michael Schäfer, Geschäftsführer von Energiebau, einem Systemanbieter und Fachgroßhandel für Photovoltaikanlagen in Köln. Ob sich das Modell von Sunclip durchsetzen wird, müsse sich aber noch zeigen.
Dann jedoch könnte es auch für Kirschning ein echter Erfolg werden. Immerhin werde der Markt für Solaranlagen weiterhin um 30 bis 40 Prozent im Jahr wachsen. Das schätzt zumindest die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft. Denn auch wenn die Förderung sinkt, wird die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach gerade in Zeiten steigender Energiepreise immer attraktiver.
