Besonders die dominierenden OLED-Anbieter werden in den nächsten Monaten mit neuen Anwendungen auf den Markt drängen. Neben Sony und Samsung sind das LG, TDK, Kodak, Pioneer, Ritdisplay, Univision und Osram. Diese Firmen arbeiten intensiv daran, die Lebensdauer der Pixel zu erhöhen, wobei die roten, grünen und blauen Punkte eines jeden Pixels unglücklicherweise unterschiedlich schnell altern, was auf Dauer zu unschönen Farbverfälschungen führt.
Unlängst gelang es Osram die Effizienz und die Lebensdauer von OLEDS zu erhöhen. „Unser Entwicklungsteam hat mit einer deutlich höheren Effizienz als bisher und mehr als 5 000 Stunden Lebensdauer für warmweiße OLED einen echten Meilenstein erreicht“, sagt Karsten Heuser, Director OLED Lighting Technology bei Osram Opto Semiconductors. „Denn mit dem deutlichen Zuwachs an Effizienz und Lebensdauer rücken OLED-Flächenlichtquellen in die Nähe herkömmlicher Lichtlösungen und werden für verschiedenste Anwendungen attraktiv", zeigt Heuser neue Perspektiven auf. Er meint damit unter anderem Leuchttapeten, Lichthimmel oder Lichttrennwände.
Lampenhersteller Osram hat seine OLED-Aktivitäten neu ausgerichtet. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Lichtlösungen und ist zum Jahresende aus der Fertigung von OLED-Displays ausgestiegen. Die Fertigungslinie im malaysischen Penang wurde zum Ende 2007 eingestellt. Osram Opto Semiconductors hatte seit Ende 2003 unter dem Markennamen Pictiva Passivmatrix-Displays aus OLED hergestellt und vertrieben. Die Nachfrage aus der Kommunikationstechnik, der Industrie und der Unterhaltungselektronik war aber weit hinter den Unternehmenserwartungen zurück geblieben.
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