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09.12.2007 
Wasserstoff-Sensor noch immer defekt

„Columbus“ bleibt erst einmal am Boden

Der Start der US-Raumfähre „Atlantis“ mit dem europäischen Forschungsmodul „Columbus“ an Bord ist zum dritten Mal wegen eines technischen Problems verschoben worden. Die Nasa gab am Sonntag bekannt: Bis zum nächsten Startversuch wird es noch eine Weile dauern.

Die Aufnahme der ESA zeigt eine Aufriss-Zeichnung des Labors 'Columbus' als Teil der Internationalen Rausstation ISS. Lupe

Die Aufnahme der ESA zeigt eine Aufriss-Zeichnung des Labors 'Columbus' als Teil der Internationalen Rausstation ISS.

HB CAPE CANAVERAL. Die NASA verschob am Sonntag den Countdown für den Aufbruch zur Internationalen Raumstation ISS auf Januar, nachdem ein Sensor im Außentank der Raumfähre nicht richtig funktionierte. Die „Atlantis“ hätte am Abend in Cape Canaveral (Florida) starten sollen. Das Versagen von gleich drei der vier „Tankuhren“ hatte bereits am Donnerstag den vor allem von europäischen Wissenschaftlern sehnsüchtig erwarteten Abflug verhindert.

Experten gelang es bisher nicht, den Grund für den Defekt zu finden. Die NASA hofft nun, das Problem bis zum nächsten Startversuch lösen zu können, der frühestens am 2. Januar stattfinden wird. Bis dahin muss auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel auf seine Reise zur ISS warten. Er gehört zur siebenköpfigen Besatzung der „Atlantis“, die „Columbus“ zur Internationalen Raumstation bringen soll. Hauptaufgabe der auf elf Tage angesetzten Mission wird es sein, das Labor an die ISS anzumontieren. Dazu sind mehrere Außeneinsätze vorgesehen.

Die Außentank-Sensoren zeigen an, wenn die Treibstoffmenge - etwa wegen eines Lecks - zu niedrig ist. Die Triebwerke werden dann abgeschaltet. Würde dies nicht geschehen, käme es zu einer Überhitzung, die innerhalb kürzester Zeit zu einer Explosion führen könnte. Normalerweise reicht es aus, wenn drei der vier „Tankuhren“ funktionieren. Angesichts des Ausfalls vom Donnerstag hatte die NASA aber entschieden, schon beim Versagen eines der Sensoren den Start am Sonntag abzublasen.

In dem 880 Mill. Euro teuren „Columbus“- Labor sollen wissenschaftliche Untersuchungen in der Schwerelosigkeit unternommen werden, unter anderem auf dem Gebiet der Medizin, der Grundlagenphysik und der Materialforschung. Der Start des Labors gilt als wichtiger Schritt für die europäische Raumfahrt.

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