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HANDELSBLATT, Dienstag, 25. März 2008, 12:48 Uhr
Schadprogramme auf neuen Geräten

Computerviren frei Haus ab Werk

Ob es der iPod oder das Navigationssystem ist - auch bei fabrikneuen Geräten ist der Käufer vor unerwünschten Extras nicht sicher: Computerviren, die Passwörter stehlen, Hackern Hintertüren öffnen oder den heimischen Rechner zur Spam-Schleuder machen.



Auch auf fabrikneuen Geräten können sich Computerviren tummeln. Foto: dpa
Bild vergrößernAuch auf fabrikneuen Geräten können sich Computerviren tummeln. Foto: dpa

AP SAN JOSE. Schon seit Jahren werden Computernutzer gewarnt, dass durch E-Mail-Anhänge oder Downloads aus dem Internet Schadprogramme auf ihren Rechner kommen können. Inzwischen besteht aber auch die Gefahr, dass sie sich Viren einfach dadurch einfangen, dass sie das neue Ostergeschenk an den Rechner anschließen.

Die Quelle für solche Viren sind in den meisten Fällen chinesische Betriebe, in denen die Geräte hergestellt werden. Betroffen waren bislang nach Informationen der Nachrichtenagentur AP iPods von Apple, digitale Bilderrahmen und TomTom-Navigationsgeräte. Das Problem mit den Viren scheint dabei eher auf nachlässige Sicherheitskontrollen als auf mutwillige Sabotage zurückzuführen zu sein. Es ist offenbar ähnlich wie bei anderen Produkten aus China, bei denen jüngst Mängel oder zu hohe Schadstoffkonzentrationen festgestellt wurden.


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Dabei ist nur schwer abzuschätzen, wie groß dieses Problem tatsächlich ist. Angesichts des Umfangs der Massenfertigung von elektronischen Geräten könnte die Zahl der so in Umlauf gebrachten Viren aber sehr hoch sein. „Es ist wie mit den Kakerlaken, sie schalten das Licht in der Küche ein und sie rennen weg“, sagt Marcus Sachs, der die Forschungsgruppe SANS Internet Storm Center leitet. „Sie denken, sie haben nur eine Kakerlake? Es gibt vielleicht Tausende von diesen kleinen Dingern, die sie nur nicht sehen.“

Der IT-Berater Jerry Askew aus Los Angeles kaufte einen digitalen Bilderrahmen, um damit seine 81-jährige Mutter am Geburtstag zu überraschen. Als er das Gerät an den PC anschloss, um Bilder heraufzuladen, erlebte er einige Überraschungen. Sein Antivirenprogramm schlug Alarm. Auf dem Bilderrahmen fanden sich insgesamt vier Viren, darunter einer zum Diebstahl von Passwörtern. „So etwas erwartet man doch nicht“, beschwerte sich Askew.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Noch warten viele Hacker ab


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