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06.10.2006 

Streit gibt es allerdings um Googles Zusammenarbeit mit großen Bibliotheken, deren Bestände das Unternehmen einscannt und ins Netz stellt. Darunter befinden sich auch viele neuere Bücher, deren Urheberrechte noch nicht abgelaufen sind. Deshalb prozessieren in den USA mehrere Verlage gegen Google. Das Unternehmen fühlt sich missverstanden und preist seine Buchsuche als kostenloses Marketing für den Buchverkauf an. „Viele Verlage, die bei Amazon unter Vertrag stehen, kommen auch als Partner zu uns“, berichtet Redmer.

Der wachsende Erfolg der kommerziellen Anbieter setzte aber den skeptischen Verband der deutschen Buchbranche unter Zugzwang. Auf der Frankfurter Buchmesse stellt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels schließlich seine eigene Buchdatenbank vor. „Wir sind spät dran“, räumt Verbandsgeschäftsführer Alexander Skipis ein.

Der Börsenverein wirbt um das Vertrauen der Verlage in die brancheneigene Datenbank. „Der Rechteinhaber kann selbst bestimmen, was der Nutzer einsehen kann und in welchem Umfang“, sagt Skipis. Er rechne in den ersten zwei Jahren mit mindestens 100 000 Buchtexten in dem Suchangebot, das ab Februar 2007 im Internet stehen werde. Erfolg verspricht sich Skipis auch von einer Zusammenarbeit mit Google. Mit dem Suchmaschinenbetreiber gebe es darüber bereits Gespräche.

Ein Haken könnte jedoch der Preis sein, den die Verlage für eine Teilnahme an dem Projekt an den Börsenverein zahlen müssen: Vorgesehen sind jährlich 17 Euro pro Buchtitel. Amazon und Google bieten ihre Dienste für die Verleger kostenlos an.

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