Fachleute wie Chris Geraci von der Medienagentur OMD halten das Geschäft mit Echostar für einen guten Einstieg, dem aber weitere Kooperationen folgen müssten. „Das ist ein schöner Grundstein, aber noch nicht ausreichend, um die Landschaft zu verändern“, sagte Geraci.
Branchenexperten zufolge wird das neue System wahrscheinlich auf erbitterten Widerstand der größeren US-Kabelnetzbetreiber wie Comcast, Time Warner Cable und Cox Communications stoßen, die bislang Daten zu den Sehgewohnheiten ihrer Kunden fast wie ein Staatsgeheimnis hüten. Offizielle Zuschauerquoten ermittelt in den USA bislang die Firma Nielsen Media Research. Viele Nischensender mit kleineren Zuschauerzahlen fallen jedoch bislang komplett durch dieses Raster, da Nielsen die Zuschauerzahlen nur in Zehntausenden misst.
Zuvor hatte Google bereits eine Vertriebsmannschaft für Radio-Werbespots aufgebaut. Außerdem vermarktet Google Print-Werbung in US-Zeitungen wie „The Chicago Tribune“ oder „The New York Times“. Rund sechs Monate lang hatte Google ein TV-Werbeangebot bereits mit dem Kabel-TV-Anbieter Astound Broadband in der Bay Area in San Francisco getestet, sagte Google-Manager Keval Desai.

