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20.04.2007 

„Der neue Liebling der Industrie“

Für Markus Schaffrin vom Verband der deutschen Internetwirtschaft ist „Second Life“ der „neue Liebling der Industrie“. Die Aktivitäten der Unternehmen hätten deutlich zugenommen, vergleichbar mit der New Economy Ende der 1990er Jahre. Für einen kurzen Trend hält er das genauso wenig wie Bokowsky. „Jeder kann machen, was er will - genau das ist der Reiz“, sagt Werbemacher Bokowsky.

Reizvoll für deutsche Unternehmen ist, dass etwa zehn Prozent aller „Second Life“-Nutzer zwischen Flensburg und Oberstdorf zu Hause sind. Nur in den USA und Frankreich gibt es mehr Teilnehmer. 32 Jahre sind die Nutzer im Durchschnitt alt, der Frauenanteil liegt bei 43 Prozent.

An große Gewinne in der virtuellen Welt glaubt Dozent Schmitz trotz allem nicht. „Ich sehe noch keine direkten finanziellen Vorteile für diese Unternehmen“, sagt er. Der Aufwand stehe in keinem Verhältnis zu den erzielbaren Umsätzen. Zudem würden Anforderungen an die Kreativität und das Design eines Auftritts immer höher. Das sei nicht anders als im Internet auch.

Probleme bereite zudem die Instabilität des technischen Systems. „Das Programm stürzt manchmal ab und ist einen Tag nicht erreichbar“, sagt er. „Second Life“ sei eben eine erste Stufe kommender 3-D- Welten, so wie es BTX für das Internet gewesen sei. „Es ist ein bisschen wilder Westen und Anarchie, aber auch ein wundervoller Treffpunkt für Menschen verschiedener Kulturen“, sagt Schmitz.

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