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23.05.2007 

Google zahlte Millionen

Das Geld stammt bei Mozilla vor allem aus einem Vertrag mit Google: Der Suchmaschinen- Gigant zahlte mehr als 100 Millionen Dollar, damit seine Seite als Standard-Startseite beim Firefox vorinstalliert ist. Mozilla hat mittlerweile 90 Mitarbeiter und neben deren Gehältern will die Stiftung mit den Einnahmen „Community“-Projekte bezahlen, ohne bislang konkret zu benennen, was das ist. Geld an die vielen Helfer aus der „Community“ zu verteilen, kommt nicht in Frage, denn daraus könnten eine Menge Probleme erwachsen. Etwa das, wer wieviel bekommt, wo doch mancher mehr und ein anderer weniger zur Weiterentwicklung des Firefox beigetragen hat.

Bei der Suche nach einer Lösung für das Problem mit dem Geld setzte Mozilla – wie bei der Weiterentwicklung seines Browsers – zunächst auf die „Community“. „Wir haben sie erstmal gefragt, was wir mit den Einnahmen anfangen sollen – aber die Community hatte auch keine überzeugende Idee“, sagte Mitchell Baker, Präsidentin der Mozilla Stiftung, der „New York Times“.

Geheimes Abkommen mit Google

Nicht nur die Einnahmen aus dem Abkommen mit Google bringen Mozilla in eine Zwickmühle. Um die damit verbundenen Aufgaben, etwa in steuerlicher Hinsicht, bewältigen zu können, hat die Stiftung eine Tochterfirma gegründet. Doch damit ging ein Stück der Transparenz verloren, die für gewöhnlich eines der Grundmerkmale von Open-Source-Projekten ist und die auch im so genannten Mozilla- Manifest verankert ist. Das lag unter anderem daran, dass Google darauf bestand, dass das Abkommen zwischen den beiden Partnern geheim bleibt.

Daraus entstand dann eine Diskussion darüber, inwiefern die Weiterentwicklung von Firefox noch unabhängig ist oder ob Google darauf Einfluss nimmt. Die Mozilla-Stiftung weist letzteres zurück. Doch Skeptiker vermuten weiterhin, dass Google mit Hilfe des Browsers Firefox sein noch relativ junges Geschäftsfeld der Web-basierten Software-Anwendungen ausbauen möchte und es dabei gelegen kommt, wenn an der Vormachtstellung des Konkurrenten Microsoft und seines Internet Explorers gerüttelt wird.

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