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03.04.2008 

In den USA stellt der Sender Comedy Central seit Ende März sogar die kompletten Staffeln der Kultserie Southpark auf www.southparkstudios.com zum kostenlosen Herunterladen bereit. Derzeit ist die Seite noch aus Deutschland erreichbar. Andere stark frequentierte Seiten wie www.hulu.com ("Simpsons", "Family Guy") haben ihre Angebote auf Druck der europäischen Sender-Lizenznehmer dagegen mittlerweile für Websurfer außerhalb der USA gesperrt.

Die Umsonst-Konkurrenz ficht Apple allerdings nicht an. "Wir wollen mit unserem Produkt und der einfachen Bedienbarkeit überzeugen", hält Apple -Manager Schusser in geschliffenem Marketing-Deutsch dagegen. Sein Argument: Die erworbenen Folgen gingen für immer in den Besitz des Käufers über. Außerdem seien sie werbefrei. Das Unternehmen erlaubt sogar eine Sicherungskopie auf einer DVD - wenn auch nur kopiergeschützt. Diese lässt sich allerdings nur wieder auf den iTunes-Computer zurückspielen, mit dessen Account sie gekauft wurde. Auf einem DVD-Player läuft sie nicht.

Ein Manko von Apple TV bleibt hierzulande aber bestehen: Schon heute können sich Kinofans über das Internet kurze Werbe-Trailer von Kinofilmen in HD-Qualität auf ihren Fernseher holen. Tatsächlich in voller Länge kaufen oder mieten können sie die Filme nicht - das ist weiterhin auf die USA beschränkt. "Wir haben schon erklärt, dass wir 2008 international ausbauen wollen", sagt Schusser. Garantieren will er aber nichts.

Auf Dauer wird die Video-Download-Branche allerdings noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben: Oft sind die Internet-Verbindungen des Kunden zu langsam. So dauert es manchmal Stunden, bis ein Film auf der Festplatte ist. Doch damit nicht genug: Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Park Associates über die bisherigen Angebote brachte im Oktober 2007 ein vernichtendes Urteil: Öde Filme, meist zu überhöhten Preisen und zudem in bescheidener Qualität. Keine 13 Prozent der befragten Nutzer von legalen Onlinediensten waren rundum zufrieden. Nur zehn Prozent gaben an, sie wollten in Zukunft überhaupt noch einmal ihre Videothek über das Internet auffüllen.

Die meisten Geräte arbeiten wie Apple zudem nur mit einem speziellen Internet-Shop zusammen. Fehlende Angebote lassen sich dabei also nicht, etwa wie bei Nutzung eines Computers mit Webbrowser, aus anderen Quellen beschaffen. Dazu kommt, dass es im Apple TV kein DVD-Laufwerk gibt, um auf DVD vorhandene Kinofilme abzuspielen. Zumindest ein Problem, um das man mit der konkurrierenden Microsoft Xbox 360 wenigstens nicht hat.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Die Konkurrenten sind schon einen Schritt voraus

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