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HANDELSBLATT, Freitag, 2. Mai 2008, 11:20 Uhr

Der erste Browserkrieg war beendet und Microsoft sah die Schlacht als gewonnen an. Nachdem der Internet Explorer 6 im Herbst 2001 erschienen ist, hat sich das Entwickler-Team für den Internet Explorer aufgelöst und trat erst wieder knapp vier Jahre später zusammen, um als Reaktion auf den Erfolg von Firefox wieder eine neue Internet-Explorer-Version auf den Markt zu bringen.

Nachdem der Netscape Communicator nahezu bedeutungslos geworden war, wurde im März 1998 der Quellcode der in Entwicklung befindlichen 5er Version freigegeben. Daraus entstand das Mozilla-Projekt – der Versuch einer Open-Source-Gemeinde, dem Internet Explorer Marktanteile abzunehmen. Der Netscape Communicator 5.0 erschien dann aber niemals. Die Software wurde von Grund auf neu entwickelt und bildete die Grundlage des Mozilla-Browsers, der dem Internet Explorer aber kaum Marktanteile abtrotzen konnte


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Als schließlich die Mozilla-Entwicklung aufgeteilt wurde, war dies unter anderem die Geburtsstunde von Firefox. Mit dem Erscheinen von Firefox 1.0 im November 2004 begann der zweite Browserkrieg, denn nun kam Bewegung in den Markt. In einem zweiten Anlauf versuchte das Mozilla-Projekt, das Web zurückzuerobern.

Der zweite Browserkrieg wurde weniger aggressiv geführt als die vorherige Auseinandersetzung. Durch den Erfolg von Firefox büßte Microsoft seine dominante Position im Browsermarkt ein. Schritt für Schritt konnte Firefox den eigenen Marktanteil steigern, der derzeit stabil bei ungefähr 30 bis 40 Prozent liegt.

Pikantes Detail am Rande: Während Netscape den ersten Browserkrieg unter anderem verlor, weil sich das Unternehmen auf dem erzielten Erfolg ausruhte, büßte Microsoft im zweiten Browserkrieg massiv Marktanteile ein, weil auch Redmond so verfuhr und dem Internet Explorer kaum mehr Beachtung schenkte, nachdem Netscape ausgeschaltet war. Erst der stetig steigende Erfolg von Firefox brachte Microsoft dazu, dem Internet Explorer wieder Neuerungen angedeihen zu lassen.

Fortan will Microsoft alle paar Jahre eine neue Hauptversion des Internet Explorer auf den Markt bringen. Allerdings nun nur noch für die Windows-Plattform. Die Mac-Variante des Internet Explorer wurde bereits im Sommer 2003 eingestellt. Andere alternative Browser wie Opera oder Safari hatten seit jeher nur geringen Einfluss auf die Verteilung der Marktanteile im Browsermarkt.


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