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HANDELSBLATT, Freitag, 23. November 2007, 14:51 Uhr
Telekommunikation

Rivalen setzen Telekom bei Vdsl unter Druck

Ausgerechnet bei ihrem Prestigprojekt, dem schnellen Vdsl-Netz, sieht sich die Deutsche Telekom wachsender Konkurrenz gegenüber. Mit Investitionen in Milliardenhöhe wollen die Wettbewerber Arcor und Versatel ihre Netze aufrüsten und damit dem Marktführer seine Spitzenposition in dem zukunftsträchtigen Mediengeschäft streitig machen.



Drei Mrd. Euro hat die Telekom in die Infrastruktur investiert. Foto: dpa
Bild vergrößernDrei Mrd. Euro hat die Telekom in die Infrastruktur investiert. Foto: dpa

dpa DüSSELDORF/BONN. Die Deutsche Telekom bekommt bei ihrem wichtigsten Prestigeprojekt - dem schnellen Vdsl-Netz - Konkurrenz: Mit Investitionen in Milliardenhöhe wollen Wettbewerber ihre Netze aufrüsten und damit dem Marktführer das Wasser im zukunftsträchtigen Mediengeschäft abgraben.

Nach Arcor und kündigte nun Versatel den Bau eines eigenen Hochgeschwindigkeitsnetzes an. Profitieren werden davon auch die Verbraucher, denn der Wettbewerb wird die Preise für Bündelprodukte aus Telefon, Internet und Medieninhalte unter Druck setzten.

Lange Zeit stand die Telekom alleine da mit ihren Plänen für das schnelle Vdsl-Netz, mit dem ab Mitte kommenden Jahres 50 Städte versorgt werden sollen. Drei Mrd. Euro investiert das Unternehmen in die Aufrüstung seiner Infrastruktur mit dem Datenturbo, die Ausgaben sollen über neue Anwendungen wie Internet- Fernsehen wieder eingespielt werden. Da die Bonner anderen Telekomfirmen den Zugang zum Netz erschweren wollten, befürchtete die Konkurrenz ein neues Monopol der Telekom und lief Sturm gegen die Pläne.

Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und Versatel -Chef Peer Knauer erwartet, dass bis März kommenden Jahres eine Einigung über den Zugang zu Leerrohren und den grauen Kästen am Straßenrand getroffen wird. Der Startschuss für den Vdsl-Netzbau soll nun 2008 fallen. Ohne die Zugeständnisse wäre der Aufbau eines eigenen Vdsl- Netzes für Arcor und Versatel zu teuer. "Neben Druck der Aufsichtsbehörden hat der Vorstandswechsel vor einem Jahr die Gespräche vereinfacht“, sagt ein Manager eines Wettbewerbers. Ein Telekom -Sprecher sagt nun auch: "Wir begrüßen die Investitionen von Arcor und Versatel.“

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Keine Notwendigkeit für Eile


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