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28.06.2007 

Ein edles Handy der 8800er Serie bekam Reese Witherspoon geschenkt. Foto: NokiaLupe

Ein edles Handy der 8800er Serie bekam Reese Witherspoon geschenkt. Foto: Nokia

Geschenke in einer Tasche oder einer Suite an den Star zu bringen, kostet ein Unternehmen 50 000 US-Dollar; meistens handelt es sich dabei um Aufnahmegebühren, hinzu kommen die Produktkosten. Dies ist jedoch ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass ein Foto mit Star und hauseigenem Produkt in Boulevardformaten wie Entertainment Tonight auf CBS landen könnte. Für einen Werbespot von 30 Sekunden bezahlt man 115 000 US-Dollar bei Entertainment Tonight, im People Magazine der Time Warner kostet eine ganzseitige Werbeanzeige 240 000 US-Dollar.

Doch nicht jeder ist ein Freund von Geschenktaschen. „Nur weil ein Promi sich Ihr Handy als Geschenk ausgesucht hat, heißt es noch lange nicht, dass derjenige es auch benutzt“, sagt Jon Maron, Verantwortlicher für das Unterhaltungsmarketing bei LG Electronics MobileComm. „Genauso gut kann das Handy auch beim Maskenbildner, beim Nachbarn oder bei der Oma landen. Man weiß eben nie, wer das Produkt bekommt, wenn man es in die Geschenktasche legt.“

David Pinsky, Leiter der Unterhaltungsabteilung von Motorola, hat ähnliche Bedenken. Aus diesem Grund hat sein Unternehmen einen eigenen Showroom für Hollywoodstars eingerichtet: „Wir laden die Promis in unser Büro ein und haben dort direkt mit ihnen zu tun und nicht mit ihren Assistenten, Pressesprechern oder Managern. Sie schauen sich die Produkte an, die wir anbieten“, erklärt er. „Sie suchen sich etwas aus, das sie nicht nur optisch und technisch anspricht, sondern auch zu ihrem Lebensstil passt, und verlassen das Büro mit einem Produkt, das sie wirklich haben wollen.“


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Ob sich eine dieser Strategien auf die Verkaufszahlen auswirkt, lässt sich schwer überprüfen. Während einige der verschenkten Handys, allen voran das mittlerweile allgegenwärtige Razr, sich gut auf dem Markt positionieren konnten, ziehen andere Produkte mehr die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich als dass sie den tatsächlichen Umsatz steigern. Mag sein, dass man Hollywood-Youngsters mit dem Sidekick-Modell von T-Mobile USA spielen sieht, bei Durchschnittsbürgern findet man es dagegen eher selten. Dem amerikanischen Marktforschungsinstitut M:Metrics zufolge hat das Unternehmen lediglich 373 000 Nutzer.

Trotz allem ist „celebrity seeding” für die Unternehmen immer noch mit wenig Aufwand verbunden – ein Bruchteil dessen, was beispielsweise das Engagieren eines A-Promis, eine ganzseitige Werbeanzeige oder Product-Placement in einem Big-Budget-Film kosten würde. Ganz zu schweigen von der Aufwertung des Unternehmensimages.

„Bis jetzt war Motorola weder im People Magazine noch bei Entertainement Tonight zu sehen“, so Pinsky über seine Entscheidung, nach Hollywood zu gehen. „Ich wollte, dass wir einen großen Schritt weiterkommen, dahin, wo wir noch nie zuvor waren. Wir müssen hier sein, weil die Verbraucher hier sind.“

Quelle: Forbes.com

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