Erst wenn möglichst viele Handy-Konzerne sich entscheiden, die bisherigen Technologie-Partnerschaften aufzukündigen und zur Google-Plattform zu wechseln, würden die Kosten für die Anwendungsentwicklung sinken.
Ob das allerdings passieren wird, ist offen. Da die festinstallierten und die mobilen Internetwelten zusammenwachsen und zudem die mobilen Geräte immer stärker Aufgaben des klassischen Computers wahrnehmen, erwarten viele Marktbeobachter, dass sich vielmehr PC-Standards wie Windows von Microsoft, Apples Mac-OS oder das freie Betriebssystem Linux im mobilen Markt durchsetzen werden. Dem will Google offenbar begegnen, indem es auf Linux aufbaut.
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Auch Apple ist beim iPhone den Weg über ein PC-Betriebssystem gegangen und hat Mac-OS auf mobile Größe "geschrumpft". Dabei wurde in der Vergangenheit stets darüber spekuliert, dass Apple das mobile Mac-OS auch für andere Handy-Firmen zur Verfügung stellen werde. Ob die Firma allerdings deshalb bei der Google-Initiative nicht dabei ist, ist unklar. Brisant ist das Fernbleiben auf jeden Fall: Zum einen ist eine der Stärken des iPhone der Kartenservice Google Maps, also genau eine dieser mobilen Anwendungen der Zukunft. Zum anderen ist Google-Chef Eric Schmidt Vorsitzender des Apple-Aufsichtsrats. Trotz solcher Startprobleme ist der Schritt in den Handy-Markt aus Sicht von Google konsequent. Der Konzern zielt auf den Wachstumsmarkt mit mobiler Werbung. Experten rechnen damit, dass sich immer mehr Handynutzer mobil ins Internet einwählen werden. Dadurch wird die Werbung für mobile Anwendungen interessant.
Nach Angaben der Marktforschern von Opus Research werden die Werbeausgaben in Nordamerika und Europa von rund 106 Mill. Dollar in diesem Jahr auf mehr als fünf Mrd. Dollar bis 2012 steigen. Von diesem Kuchen möchte Google etwas abbekommen und damit den Erfolg im klassischen Internet wiederholen. Hier dominiert Google den Werbemarkt dank der Suchmaschine und dem Platzierungssystem Adsense.
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