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27.11.2007 

Mehr als 20 Mrd. Euro werden heute in der Branche trotz des dramatischen Preisverfalls mehr erlöst, als vor zehn Jahren. Grund: die Verbraucher greifen häufiger zum Telefon oder Handy und surfen immer öfter im Internet. Das DSL-Geschäft brummt und gleichzeitig kommt im Mobilfunk das UMTS-Datengeschäft in Schwung. Die Zahl der Breitbandanschlüsse, schätzen Branchenexperten, sollten in diesem Jahr schätzungsweise auf 18 Mill. (Vorjahr 15 Millionen) klettern. Tendenz weiter steigend.

Dabei führten „verbraucherfreundliche und günstige Preise zu mehr Umsatz und Wachstum“, sagt Kurth. Vor allem Bündelangebote (Telefonie, DSL) in Form von Pauschaltarifen, mit welchen sich die Anbieter gegenseitig unterbieten, setzen sich immer mehr durch. Die Schlagworte lauten triple oder quadruple play (Telefon, Internet, Fernsehen, Mobilfunk). Schon heute gilt und morgen erst recht: Die Kunden wollen Angebote aus einer Hand.

Und damit beginnt die Telekommunikation von morgen, wie sie in Ansätzen schon durch den Aufbau der Hochgeschwindigkeitsnetze VDSL durch die Telekom oder auch bei regionalen Betreibern wie NetCologne oder HanseNet erkenntlich wird. Mit hohen Investitionen treiben sie den Glasfasernetzausbau voran. Es geht um ihre Unabhängigkeit, um neue Produkte und die Umstellung des Telekommunikationsnetzes auf das Internet-Protokoll.

„Die Unternehmen rücken näher an den Endkunden heran“, sagt Rudolf Boll von der Bundesnetzagentur. Bereits 2009 würden viele Unternehmen ihre Backbonenetze auf das Internetprotokoll umgestellt haben, glaubt Peer Knauer, Präsident des Verbandes der regionalen Telekom-Betreiber (BREKO). Doch bis daraus ein geschlossenes Zugangsnetz entstehe, würden noch viele Jahre vergehen. Der Telekom kann das nur recht sein. Sie darf weiter die Hand aufhalten – und sei es nur, um die Miete für die letzte Meile zum Kunden zu kassieren.

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