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31.01.2008 

Er hält solche Dienste für aussichtsreich, weil immer mehr multimediataugliche Handys auf den Markt kommen und preisgünstige Flatrates für den schnellen Datenaustausch sorgen. Videostreams sind nun keine teure Angelegenheit mehr.

Auch intuitiv zu bedienende Geräte mit großen Displays wie das iPhone können für einen Schub sorgen. „Wenn es nun gelingt, mobile Endgeräte konfigurationsfreundlicher zu gestalten, könnte sich mobiles E-Learning zu einem Markt mausern“, sagt Thomas Schmidt, Professor für Informatik an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW). Berufstätige würden mobiler und informierten sich unterwegs häufiger mit Hilfe elektronischer Medien. Diese Zeit würden sie in Zukunft zunehmend zum Lernen nutzen, sagt Schmidt. In Deutschland sieht der Spezialist für interagierende Mediensysteme aber erst in etwa fünf Jahren die Zeit für mobiles E-Learning gekommen: „Im Gegensatz zu anderen Ländern stehen wir erst am Anfang, auch weil hier eine lebenslange Lernkultur fehlt.“

Denkbar sind auch Anwendungen wie E-Coaching, mit dem Firmen häufig fliegende Mitarbeiter unterwegs fortbilden können. Michelin hat dies bereits erprobt. Die Berliner Firma Link-Lab hat neben Handys auch MP3-Player wie den iPod und Spielekonsolen wie die Playstation von Sony im Visier. Diese sollen künftig mehr können als nur für Unterhaltung zu sorgen. Zusammen mit Informatikern der HAW hat das Unternehmen eine Software entwickelt, durch die sich intelligente Wissensnetze und Vorlesungsinhalte verwalten lassen. Das System mit dem Namen „hylOs“ trennt Inhalt, Struktur und Aussehen, um diese per XML-Technologie an unterschiedliche Displaygrößen und Leistungskapazitäten anzupassen. „Die Inhalte werden so verknüpft, dass sie geräteunabhängig abgerufen und dargestellt werden können, ohne sie vorher anpassen zu müssen“, sagt Arne Hildebrand, Entwicklungsleiter bei Link-Lab.

Lernende können dabei ihre Geräte weiter wie gewohnt steuern. Beispielsweise lassen sich über das iPod-Rad die Inhalte intuitiv erschließen. Allerdings stecke das Thema noch in den Kinderschuhen, sagt Hildebrand. Erst mit modernen Geräten mit hoher Rechenleistung und Speicherkapazität könne E-Learning für unterwegs an Fahrt aufnehmen. Weitere Bedingung: „Texte und Videos müssen in kleine Lernabschnitte unterteilt werden, denn unterwegs wird in kleinen Häppchen gelernt, da die Aufmerksamkeit nicht unbegrenzt hoch ist“, sagt Hildebrand.

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