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HANDELSBLATT, Montag, 31. März 2008, 14:10 Uhr

Diesmal soll aber alles besser werden: Einmal gilt DAB inzwischen viel leistungsfähiger und es gibt neue Frequenzen. Auch Endgeräte sind billiger geworden, da es in vielen Ländern bereits Digitalradio gibt wie zum Beispiel in Großbritannien oder der Schweiz. Jetzt scheint bei allen Beteiligten auch der Wille vorhanden, die Chance beim Schopfe zu packen.

„Wir sind uns mit den Privaten einig, dass der Hörfunk einen eigenen digitalen Verbreitungsweg über die Antenne braucht“, sagt BR- Experte Lesch. Derzeit gebe es Gespräche mit den Bundesländern über ein neues Projekt zur Einführung des Digitalradios. Auch die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs für die öffentlich- rechtlichen Anstalten) habe dafür 30 Mill. Euro in der kommenden Gebührenperiode in Aussicht gestellt. Dann werde sich man auf Länderebene mit den Privaten verständigen, wie man den Neustart auch technisch gemeinsam angehen könne.

Auch die Landesmedienanstalten wissen, dass der Neubeginn nur zusammen mit der ARD gelingen kann. Ohnehin werde das UKW-Radio nicht vor 2020 oder 2025 verschwinden, glaubt Joachim Becker. Die bundesweite Verbreitung eines privaten Digitalsenders wird auch nicht billig werden. FFH-Chef Hillmoth rechnet mit drei Mill. Euro - dazu kommt noch eine Million Euro für die Herstellung des Programms.

Einen Vorgeschmack auf die „goldene Zukunft“ soll ein Projekt geben, mit dessen Start im Hause von Radio FFH in Bad Vilbel bei Frankfurt bereits in den kommenden Monaten begonnen wird. Unter dem Namen „MyFun Radio“ will DIGITAL fünf einen Sender für Comedy und Karaoke starten. Das Programm soll über die neue mobile DVB-H-Technik auf dem Handy gegen eine Gebühr empfangen werden können. Derzeit wird dafür eine Redaktion aufgebaut.


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