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HANDELSBLATT, Freitag, 19. Oktober 2007, 08:00 Uhr
Telekom und Vodafone haben über 60 Millionen Nutzer

Mobilfunker beim Handy-TV nicht von der Bildfläche

Im Ringen um eine Handy-TV-Lizenz haben die Mobilfunkbetreiber zwar eine Niederlage erlitten, ins Geschäft können sie aber doch noch kommen. Immerhin haben Anbieter wie Telekom und Vodafone den Zugang zu den meisten Mobilfunkkunden und bringen häufig die neuesten Geräte an den Markt.



Das Handy-TV via DVB-H lässt noch auf sich warten. Foto: PR
Bild vergrößernDas Handy-TV via DVB-H lässt noch auf sich warten. Foto: PR

HB DÜSSELDORF. Ohne die Mobilfunkfirmen - so wird in der Branche geschätzt - wird es schwierig sein, das Handyfernsehen zu einem Massenprodukt zu machen. Allein T-Mobile und Vodafone bringen es in Deutschland zusammen auf über 60 Millionen Mobilfunknutzer.

Zunächst einmal sind die Netzbetreiber aber aus dem Rennen: Die Landesmedienanstalten wollen ihnen die begehrte Sendelizenz für die Übertragung im Rundfunkstandard DVB-H nicht geben. Beim Konkurrenzstandard DMB hatten die Anbieter das Feld den Mobilfunkdienstleistern Freenet, Debitel und Drillisch überlassen. Die bereits bestehenden Handy-TV-Angebote über das UMTS-Netz können an technische Grenzen stoßen, wenn zu viele Nutzer gleichzeitig darauf zugreifen. Zudem gilt das mobile Fernsehen über den Rundfunkstandard als kostengünstiger.

Telekom
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DT.TELEKOM AG NA
Chart: DT.TELEKOM AG NA
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TELEFONICA INH. EO 1
KON. KPN NV EO-24
DRILLISCH AG O.N.

T-Mobile und Vodafone kritisierten den Plan der Landesmedienanstalten, die Lizenz für DVB-H einem Konsortium mehrerer Medienunternehmen zu erteilen. „Wir können die Entscheidung nicht nachvollziehen“, sagte ein T-Mobile-Sprecher. „Das heißt aber nicht, dass mobiles TV nicht mehr interessant ist für uns.“ Marktstudien zeigten, dass die Menschen bereit seien, zwischen fünf und 7,50 Euro im Monat für Handy-TV auszugeben. Die Mobilfunknetzbetreiber hätten ein Angebot vorgelegt, dass schnell den Massenmarkt erreicht hätte, sagte ein Vodafone-Sprecher. Ob dies nun gelinge, sei dahingestellt.

Die Netzbetreiber müssen nun über Alternativen nachdenken, um an der erhofften Einnahmequelle teilzuhaben und damit Umsatzverluste an anderer Stelle auszugleichen: Denn der Wettbewerb drückt die Gesprächspreise, und im gesättigten Markt sind neue Kunden nur schwer zu gewinnen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Behörde dämpft Hoffnungen auf raschen Start von Handy-TV


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