| HANDELSBLATT, Samstag, 26. Januar 2008, 09:25 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Handy 2.0 | ||||||||||||||||||||||||
Das Geld wird mobil | ||||||||||||||||||||||||
Von Chris Löwer | ||||||||||||||||||||||||
Dem mobilen Bezahlen ist bislang noch nicht der große Durchbruch gelungen. Was fehlt, ist ein bequem zu handhabendes und sicheres Abrechnungsmodell. Dass soll sich jetzt ändern: Mobilfunkfirmen und Händler wollen dieses Jahr erneut versuchen, Bezahlen mit dem Handy zu etablieren. | ||||||||||||||||||||||||
BERLIN. Mobiles Bezahlen ist bislang eine Geschichte ohne Mumm und Schwung. Allenfalls Kleinkram wird über die Premium-SMS bezahlt, was sich der Mobilfunkbetreiber mit einem bis zu zwei Drittel des Umsatzes vergolden lässt. "Bei Klingeltönen, Logos und Schweinkram mag das funktionieren, sonst nicht", bringt Key Pousttchi, Leiter der Arbeitsgruppe Mobile Commerce an der Universität Augsburg, das Problem auf den Punkt. Was fehlt, ist ein bequem zu handhabendes und sicheres Abrechnungsmodell. Dass soll sich jetzt ändern. Mobilfunkbetreiber und Händler starten in diesem Jahr einen neuen Versuch, einen mobilen Bezahldienst zu etablieren. O2 und Vodafone Die Lösung von Vodafone "Über die SMS haben wir eine zusätzliche Sicherheit geschaffen", erklärt Bornemann. Der Betrag wird dann per Lastschrift vom Konto abgebucht. In einem zweiten Schritt soll auch in mobilen Web-Shops gezahlt werden können, wobei man sich das Eintippen der Handynummer sparen kann, weil das Telefon ohnehin im Netz erfasst ist. Später sei denkbar, so Bornemann, das Handy bei allen Einkäufen bis hin zur Supermarktkasse zu nutzen. "Das Verfahren ist für jeden Handybesitzer mit einem deutschen Bankkonto geeignet", unterstreicht der Vodafone "Diese Lösung könnte dem ganzen Thema einen Schub verleihen, weil nun klar wird, dass mobile Zahlungsverfahren auch für größere Beträge taugen", sagt Bettina Horster, Vorstandsmitglied der Unternehmensberatung Vivai, die sich seit Jahren mit M-Payment beschäftigt. "Gut ist, dass es sich um eine interoperable Lösung handelt, die Kunden mehrerer Mobilfunkbetreiber nutzen können. Wenn wie bisher nur die eigene Klientel mit einer speziellen Lösung bedient wird, macht das keinen Sinn", bekräftigt die Expertin. Lesen Sie weiter auf Seite 2: Viele Profiteure - Großes Potenzial | ||||||||||||||||||||||||
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