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09.03.2008 

Das schlechte Umweltgewissen ist keineswegs der einzige Grund, warum der Stromverbrauch so schlagartig ins Bewusstsein gerückt ist. Die Branche hat vielmehr Sorge, dass den Kunden die Energiekosten für die Rechner und für deren Kühlung über den Kopf wachsen. Die EU-Studie Efficient Server hat errechnet, dass sich die Stromkosten der Rechenzentren in der EU 2006 auf sechs Milliarden Euro summierten und 2011 voraussichtlich bereits den doppelten Betrag verschlingen.

Die Kostenexplosion zeigt sich auch an anderer Stelle: Nach einer Hochrechnung des Marktforschers IDC überstiegen die Betriebskosten der Computer im vergangenen Jahr erstmals deren Anschaffungspreis. Bereits 2009 könnten die Kosten für den Betrieb eines Rechenzentrums mehr als doppelt so hoch sein wie die für die Hardware.


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"Die IT befindet sich in der ökologischen und ökonomischen Zwickmühle. Einerseits muss sie leistungsfähiger werden. Das führt zu höheren CO2-Emission. Andererseits muss der CO2-Ausstoß sowohl innerhalb als auch außerhalb des Rechenzentrums reduziert werden", so Marcus Eul, Partner bei A.T. Kearney und Experte für strategisches IT-Management, Mitte Februar bei der Vorstellung der Studie "Von Green-IT zu Green Business".

Der Teufelskreis aus steigender Rechnerleistung und wachsendem Stromhunger wird sich in den kommenden Jahren kaum durchbrechen lassen. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen. Und da liegt vieles im Argen. Denn bisher wird die vorhandene Infrastruktur erschreckend ineffizient genutzt: Gängige Windows-Server sind nur zu 10 bis 20 Prozent ausgelastet, bei Linux-Maschinen sind es etwa 25 Prozent. Festplatten sind nur zu 40 Prozent gefüllt, möglich wären über 80 Prozent, doch der Wert wird selten erreicht. "Zu viele Unternehmen kaufen nach dem Motto "Eine Anwendung, ein Rechner, eine Festplatte", weiß Rolf Kersten, Produktmanager für Server beim Computerhersteller Sun Microsystems. In den Rechenzentren stapeln sich so Hunderte Computer, die jeweils nur eine Anwendung ausführen, meist im Leerlauf sind, aber dennoch Strom verbrauchen.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: In den Maschinen steckt enormes Sparpotential

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