Der Erfolg des Firefox ist ein Erfolg der Open-Source Gemeinde. Die Mozilla Foundation, Entwicklerin von Firefox und aus dem frühen Internet-Pionier Netscape entstanden, ist eine gemeinnützige Organisation, die sich die Unterstützung von Projekten auf Basis so genannter "Open Source"-Software wie zum Beispiel Linux zur Aufgabe macht. Open-Source-Entwickler dürfen - verkürzt ausgedrückt - die Arbeit anderer umsonst nutzen, wenn sie sich verpflichten, ein dadurch entstandenes Software-Tool im Gegenzug auch wieder der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.
Auch Stefan Richter von der Hamburger Software-Firma Freiheit.com ist ausgewiesener Firefox-Freund. Der Softwarehersteller gehört zu den 2403 Spendern, die auf der Web-Seite www.firefox-kommt.de zusammen rund 48 000 Euro für eine ganzseitige Zeitungsanzeige gespendet haben, die demnächt geschaltet werden soll. Gut 59 Prozent der Spenden kommen nach Angaben der Webseitenbetreiber von Studenten.
Eine frei zugängliche Alternative zum Microsoft
-Browser ist nach Meinung von Richter nötig, um den den Zugang zum Web zu garantieren. "Wenn Microsoft
morgen beschließen würde, dass der Internet- Explorer Geld kosten soll, müssten 90 Prozent der Surfer zahlen", so Richter. Ein häufig genannter Grund für die Abkehr vom Microsoft
-Browser ist die Angst vor Viren und Trojanern (Schadprogramme, die "Hintertüren" im Rechner öffnen, um danach häufig selbsttätig weitere Schadprogramme nachzuladen). Laufend verunsichern neue Meldungen über kritische Sicherheitslücken Microsoft
-Anwender.
Dass gerade der Microsoft
- Browser so häufig Ziel von Netzattacken ist, liegt nach Einschätzung von Sicherheitsexperten auch an der Marktmacht des Internet-Explorers: Es ist für jeden Hacker lohnender, einen Virus zu programmieren, der 90 Prozent der Rechner befallen kann, als einen für fünf Prozent.
Dennoch wäre der Firefox auch bei einer größeren Verbreitung besser geschützt als der Internet Explorer, sagt Richter. Schon weil der Quellcode von Firefox offen zugänglich ist, können mehr Nutzer aktiv nach Fehlern suchen als beim Internet-Explorer. Dessen Code kennt nur Microsoft
.
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