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HANDELSBLATT, Donnerstag, 25. November 2004, 20:00 Uhr
Alternativer Browser ist auch für Nutzer älterer Windowsversionen attraktiv

Firefox findet immer mehr Freunde

Von Axel Postinett, Handelsblatt

Jörg Stadler hat direkt gewechselt. Schon als die erste Betaversion des Web-Browsers Firefox im Netz stand, hat sie sich der Manager in der Supercomputer-Division von NEC auf seinen Laptop geladen. Und seit gut zwei Wochen nun nutzt er den Internet-Explorer (IE) von Microsoft nur noch dann, wenn es gar nicht mehr anders geht. Etwa um Web-Seiten von Microsoft aufzurufen um mit der hausinternen CRM-Software von Siebel zu arbeiten. „Firefox ist einfach schneller und leichter zu bedienen“, sagt Stadler. Bislang ist er rundum zufrieden.


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Konkurrenz für Microsoft: Der Internet-Browser Firefox.
Bild vergrößernKonkurrenz für Microsoft: Der Internet-Browser Firefox.

HB DÜSSELDORF. So wie Jörg Stadler haben bislang rund fünf Millionen Web-Surfer dem allgegenwärtigen Internet-Explorer von Microsoft den Rücken gekehrt, wenn man den Analysen der Web-Statistiker Statone.com glauben darf. Der kumulierte Marktanteil der Microsoft-Browser (5.X, 5.5 und 6.0) wäre demnach von über 95 auf unter 90 Prozent gefallen.

Auch Dirk Freytag von der Adtech AG in Dreieich beobachtet den rasanten Aufstieg des alternativen Browsers. Adtech betreibt für ihre Kunden Server, auf denen Internet-Werbung (zum Beispiel Banner für Webseiten) zum Abruf bereitgehalten wird. Bei einer Anforderung überträgt der anfragende Browser des Web-Surfers einen Datensatz, aus dem man auch den Hersteller erkennen kann.

Nach den jüngsten Erhebungen aus Millionen von Anfragen pro Tag hat der Feuerfuchs einen Marktanteil von 4,56 Prozent und damit die Firefox-Mutter Mozilla (2,36 Prozent) und den norwegischen Konkurrenten Opera (1,05 Prozent) aus dem Stand hinter sich gelassen. Das könnte hauptsächlich für die börennotierte Opera Software ASA zum Problem werden, die für das dritte Quartal 2004 zwar ein Umsatzplus von 36 Prozent auf 24 Mill. norwegische Kronen gegenüber dem Vorjahresquartal gemeldet hat, aber auch den Verlust (Ebit) von einer auf 2,4 Mill. Kronen vergrößert hat. Doch auch Microsoft muss Federn lassen. Firefox (Download unter www.getfirefox.de) liegt zwar hoffnunglos hinter Microsofts „IE 6.0“ (80,45 Prozent), kommt aber auf Sichtweite an den Internet-Explorer der Version 5.5 heran (5,28 Prozent).

Gerade bei der Ablösung alter Explorer-Versionen, sehen Marktforscher ein großes Feld für alternative Browser, da die neuesten Microsoft-Browser nicht mehr für alte Betriebssysteme angeboten werden, aber viele Kunden – hier vor allem Unternehmen – nicht das Betriebssystem wechseln wollen, nur um in den Genuss der neuesten Browsersoftware zu gelangen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ein Erfolg der Open-Source Gemeinde


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