| HANDELSBLATT, Mittwoch, 27. Februar 2008, 16:01 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Cebit 2008 | ||||||||||||||||||||||||
Microsoft erwartet Ansturm auf Vista | ||||||||||||||||||||||||
Microsoft erwartet nach der Aktualisierung seines Betriebssystems Windows Vista eine steigende Nachfrage von Unternehmen. Passend zum Cebit-Schwerpunkt GreenIT hat das weltgrößte Softwareunternehmen auch die Energieeffizienz des neuen Systems verbessert. | ||||||||||||||||||||||||
RTR MüNCHEN. Der Softwaregigant Microsoft erwartet nach der Aktualisierung seines Betriebssystems Windows Vista eine steigende Nachfrage von Unternehmen. „Wir haben eine Reihe von Kunden, die auf das Service Pack 1 gewartet haben“, sagte Deutschland-Chef Achim Berg am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Microsoft hat das Update für die Software für Mitte März angekündigt. In den folgenden sechs Monaten würden zahlreiche Großkunden dann umstellen, sagte Berg. Zuletzt hätten etwa die Deutsche Bahn und Heidelberger Druckmaschinen mit der Installation des Programms auf den Rechnern ihrer Mitarbeiter begonnen. In Europa hat das Unternehmen im ersten Jahr nach dem Marktstart des Systems rund 25 Mill. Lizenzen verkauft. Microsoft spricht von einem großen Erfolg, während Experten die Einführung vor allem bei Firmenkunden als schleppend betrachten. Als Verkaufsargument für Vista führt das weltgrößte Softwareunternehmen auch die höhere Energieeffizienz des neuens Systems an. „Man kann mit Vista bis zu 35 Prozent Strom sparen“, sagte Berg im Vorfeld der Branchenmesse Cebit, die sich in diesem Jahr den Schwerpunkt „GreenIT“ gegeben hat. Vista schone die Ressourcen, da es im Ruhemodus weniger Energie brauche und sich die Leistung des Computers besser regulieren lasse. Auch die jüngst vorgestellte neue Betriebssoftware für Großrechner drossele den Stromhunger von Rechenzentren. „Windows Server 2008 verbraucht auf der gleichen Hardware zehn Prozent weniger Strom.“ Mit der Virtualisierungstechnik, bei der die Programme auf einem Großrechner liegen und Nutzer von ihrem Computer aus darauf zugreifen, lasse sich vor allem in Unternehmen noch mehr einsparen. Kleinere Anbieter der Virtualisierungstechnik wie VMWare oder Citrix müssten sich vor Microsofts Marktmacht in dem Segment nicht fürchten. „Bei einem Markt von acht Mrd. Dollar bis 2011 gibt es genügend Fleisch für alle.“ Den Branchentreff CeBit will Microsoft gemeinsam mit dem Messebetreiber als Forum nutzen, um Schüler und Studenten die Welt der IT schmackhaft zu machen. Dabei stehen Qualifikation und Fortbildung im Vordergrund. „Wir werden das massiv thematisieren, gerade auch am Wochenende, wenn eher die Privatbesucher kommen werden.“ Microsoft will im laufenden Jahr selbst 200 Mitarbeiter einstellen, hat aber bislang keine Probleme, seine offenen Posten zu besetzen. | ||||||||||||||||||||||||
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