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02.01.2008 

"Freiwillige Schritte der Unternehmen führen nicht weit genug, der Staat muss Vorgaben machen", sagt Vicki Bakhshi von der Investment-Fonds-Gesellschaft F&C. Derzeit gebe es erst wenige Vorreiter, die ihre Emissionen konsequent reduzierten. Eine Studie des Vermögensverwalters Standard Life Investments kommt zu dem Schluss, dass nur 28 von 557 Aktiengesellschaften des britischen FTSE-All-Share-Indexes das Klimaschutzthema wirksam angepackt haben. Sie verpflichteten sich, CO2-neutral zu arbeiten oder ihren Kunden Mechanismen anzubieten, wie sie ihren Kohlendioxid-Ausstoß ausgleichen können.

Solche Ausgleichsmaßnahmen, sogenannte Carbon Offsets, sind zwar populär, um negative Klimawirkungen des Verkehrs zum Beispiel durch Aufforstungen zu kompensieren. Doch der Adressat Kunde nimmt solche Initiativen kaum an. BP beispielsweise bietet seinen Tankstellenkunden an, den CO2-Ausstoß ihrer Autos auszugleichen. Doch nur jeder fünfzigste, der sich auf der Web-Site ausrechnet, wie viel ihn ein Carbon Offset kosten würde, hat diesen dann auch tatsächlich bezahlt.

Oder Easyjet: Die Fluggesellschaft bietet seit dem Frühjahr CO2-Ausgleich für jeden Flug in ihrer Buchungsmaske an. Nach Angaben eines Sprechers nutzen keine fünf Prozent der Kunden diese Möglichkeit, die mit einem Aufschlag von wenigen Euro auf den Flugpreis verbunden ist. British Airways (BA) bietet schon lange CO2-Ausgleiche an, auch wenn sie im Buchungssystem schwer zu finden sind. Hier ist die Resonanz noch viel niedriger. Ein BA-Manager hat vor Monaten einem Ausschuss des britischen Parlaments gesagt, dass nur einer von 10 000 Kunden Carbon Offsets kaufe. Aktuelle Angaben dazu macht die Fluggesellschaft lieber nicht.

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