In den USA strebt die "Green Power Market Development Group" die Installation neuer, wettbewerbsfähiger erneuerbarer Energien-Anlagen mit zusammen 1000 Megawatt Leistung bis Ende des Jahrzehnts an. Dieser bereits vor einigen Jahren gegründeten Initiative unter Federführung des World Resources Institute (WRI) gehören inzwischen 15 Unternehmen an. Zwischen 2001 und Ende 2007 haben die Firmen nach Angaben des WRI zusammen mit externen Partnern 700 MW Leistung aufgebaut oder erworben - etwa die durchschnittliche Größe zweier Kohlekraftwerk. Zu den Unternehmen gehören Starbucks,
Dow Chemical
Company und Google.
Die Initiative hat inzwischen einen europäischen Ableger, an dem sich neben Europa-Töchtern einiger US-Konzerne British Telecom,
Holcim,
IKEA, Michelin,
Nike
CSC und Tetra Pak beteiligen. Die Gruppe hat in den vergangenen zwei Jahren 50 Standorte in 16 Ländern umweltverträglicher gemacht durch den Zukauf grünen Stroms und eigene neue Erneuerbare-Energien-Projekte im Umfang von 100 MW.
Klimaschutzziele und Emissionsziele zu formulieren ist jedoch gar nicht so einfach. Selbst Unternehmen, die seit Jahren viel für Energieeffizienz und Emissionssenkung tun, tun sich schwer damit. Beiersdorf
zum Beispiel hat in seinem ersten Nachhaltigkeitsbericht zwar dargestellt, was in den 90ern und insbesondere seit 2004 an allen Standorten der Welt erreicht wurde. Doch Ziele zur CO2-Reduktion oder dem Einsatz Erneuerbarer Energien sucht man vergebens. Mobilfunkanbieter o2 Germany hatte sich 2006 das Ziel gesetzt, bis Ende 2008 klimaneutral zu wirtschaften. Inzwischen besteht dieses Ziel so nicht mehr. "Es ist schwer zu erreichen, weswegen wir unsere Umweltstrategie zurzeit überarbeiten. Wir haben gelernt, dass Energieeinsparung, Energieeffizienz und der Bezug grünen Stroms an erster Stelle stehen muss und der Kauf von Klimaschutz-Zertifkaten zur CO2-Neutralisierung nur eine ergänzende Maßnahme ist", sagt Christoph Steck, Leiter des Bereichs Corporate Reputation & Responsibility des Unternehmens.
Die Deutsche Post
formuliert in ihrem Nachhaltigkeitsbericht, die Emissionen aus den eigenen Straßentransporten bis 1012 um 5 Prozent gegenüber 1990 senken zu wollen. Das scheint nicht sehr anspruchsvoll, Ziele zum sonstigen Geschäftsbetrieb fehlen. Da aber die Emissionen des Bodentransports von 1990 bis 2004 entgegen dem Kyoto-Protokoll um 23 Prozent stiegen, hat die Post viel zu tun. Die Deutsche Telekom,
die hierzulande 0,5 Prozent des Stroms verbraucht, ist viel weiter: Sie entkoppelte seit 1995 ihren leicht gestiegenen Strombedarf von den CO2-Emissionen: Sie sanken um vier Prozentpunkte und sollen sich mit Hilfe von EE-Zertifikaten bis 2010 halbieren.
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