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HANDELSBLATT, Donnerstag, 8. November 2007, 13:00 Uhr
Ratgeber: IP-TV

Fernsehen übers Internet – Top oder Flop?

Von Martin Koch

Seit geraumer Zeit geistern Begriffe wie „Triple Play“ oder „IP-TV“ durch die Medienlandschaft. Scheinbar bieten sich ganz neue Unterhaltungsmöglichkeiten, wenn das Fernsehprogramm in Zukunft per Internet ins Haus kommt. Ob diese Annahme richtig ist, oder lediglich höhere Kosten bei einem vergleichbaren Programmangebot auf einen zukommen, erfahren Sie hier.



Triple-Play verspricht TV, Internet und Telefon aus einer Dose. Foto: Kabel Deutschland
Bild vergrößernTriple-Play verspricht TV, Internet und Telefon aus einer Dose. Foto: Kabel Deutschland

HB DÜSSELDORF. Die Zukunft des Fernsehens steht ganz im Zeichen der Digitalisierung. Der in der Öffentlichkeit am meisten wahrgenommene Schritt in diese Richtung war bislang die Abschaltung des analogen Antennenfernsehens im Großraum Berlin und die vollständige Umstellung auf das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T. Doch auch die anderen klassischen Übertragungswege – Kabel und Satellit – sind längst auf dem Weg, reine digitale Medien zu werden.

Den zahlreichen Vorteilen, wie etwa einer größeren Programmvielfalt, einer besseren Bildqualität und HDTV steht nur ein einziger Nachteil entgegen: Für den Empfang muss ein geeignetes Empfangsgerät („Settop-Box“) vorhanden sein. Vor diesem Hintergrund ist es also nur konsequent, dass ein dritter digitaler Übertragungsweg dazugekommen ist: Der heimische Internet-Anschluss. Wer über einen Breitband-Anschluss verfügt, kann sein Fernsehprogramm auch auf diesem Weg empfangen. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Internet-Fernsehen, „IP-TV“ und „Web-TV“, die recht verschieden sind sich in der Ausrichtung, der Technologie und den Kosten unterscheiden.


Quiz  IP-TV-Quiz: Sind Sie ein Triple-Player?


Internet-Fernsehen im Wohnzimmer

Die Daten des Fernsehprogramms werden bei IP-TV nicht über das öffentliche, für jeden Benutzer erreichbare Internet, sondern über ein separates und leistungsfähigeres Server-Netz übertragen, das ausschließlich für diesen Zweck genutzt wird. Die Datenströme von Fernsehprogramm und Internet kommen lediglich an der gleichen Stelle (Internet-Anschluss) im Haushalt an. Die eigene Infrastruktur ermöglicht es den Anbietern, „Quality of Service“ (QoS), also eine immer ausreichende Übertragungsleistung, zu garantieren. Das Programm wird mit einer Settop-Box empfangen, die die Fernsehbilder direkt an das TV-Gerät im Wohnzimmer ausgibt. Die Bildqualität ist gleichwertig mit der Qualität anderer Übertragungswege wie Kabel oder Satellit.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Anbieter lassen sich IP-TV bezahlen


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