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25.10.2007 

Eine Mediabox ist die eleganteste Lösung, um Medien von der Festplatte des PCs im Wohnzimmer abzuspielen. Foto: NetgearLupe

Eine Mediabox ist die eleganteste Lösung, um Medien von der Festplatte des PCs im Wohnzimmer abzuspielen. Foto: Netgear

Videos: Vielfalt macht das Leben schwer

Grundsätzlich ist die Situation bei Videos im Vergleich zu Musik und Bildern ähnlich: DVD-Player unterstützen ein bestimmtes Medienformat ("MPEG-2"), aus derartigen Dateien können mit einem Brennprogramm wie Nero 8 ohne großen Aufwand Video-DVDs gebrannt werden. Schnittprogramme wie Pinnacle Studio 11, mit denen die digitalen Videos des eigenen Camcorders bearbeitet werden können, können ebenfalls gleich fertige Video-DVDs erzeugen.

Die enorme Größe von Video-Dateien, die Downloads aus dem Internet lange Zeit nahezu unmöglich gemacht hat, hat jedoch eine Reihe von Kompressionsverfahren hervorgebracht, mit denen das Material bei guter Bildqualität auf einen Bruchteil seines ursprünglichen Umfangs verkleinert werden kann. Deshalb sind Videos im DVD-konformen MPEG-2-Format im Internet eher die Ausnahme. Viel häufiger sind komprimierte Avi-Dateien, die mit dem DivX-, dem verwandten Xvid- oder einem anderen Verfahren erstellt wurden, und die lassen sich eigentlich nicht so ohne weiteres zu Video-DVDs verarbeiten. Doch der große Verbreitungsgrad hat speziell das DivX-Format zu einem zweiten Quasi-Standard werden lassen (» www.divx.com). So wie die meisten DVD- und CD-Player mittlerweile MP3-Dateien abspielen können, erkennt die Mehrzahl aktueller DVD-Player auch DivX-Videos und verwandte Formate.

Der Transport gestaltet sich hier genau wie bei Bildern und Musik: Eine einfache Daten-CD/-DVD mit den Videodateien genügt, um diese zum Abspielen ins Wohnzimmer zu bringen. Angesichts der Größe der Videos ist eine externe USB-Festplatte noch besser geeignet, falls der DVD-Player über die entsprechende Schnittstelle verfügt. Wer noch keinen DivX-fähigen DVD-Player besitzt, muss deshalb nicht verzweifeln: Aktuelle Brennprogramme verarbeiten DivX-Videos auf die gleiche Weise wie MP3-Dateien: Sie werden einfach einem Video-DVD-Projekt hinzugefügt und vor dem Brennen ohne weiteres Zutun ins Player-kompatible MPEG-2-Format konvertiert. Das ist allerdings selbst mit sehr potenten PCs noch ein einigermaßen zeitaufwändiger Prozess.


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Elegante Lösung: Mediaboxen

Wer sich nicht mit der mühsamen Erstellung von CDs oder DVDs zum Transport von Medien abgeben will, kann auch zu einem Streaming Client – allgemein auch Mediabox genannt – greifen, die zu Preisen zwischen 100 und 300 Euro angeboten werden. Die Mediabox wird im Wohnzimmer genau wie ein CD- oder DVD-Player an Fernseher und Stereoanlage angeschlossen und über eine Netzwerkverbindung mit den Mediendaten beschickt. Die können einfach auf der Festplatte des PCs liegen bleiben und werden von dort mit Hilfe einer zugehörigen Server-Software über das Netzwerk verfügbar gemacht. Über das Menüsystem der Box werden die Daten angefordert, die eingebauten Prozessoren entschlüsseln Videos, Bilder und Musik aller verbreiteten Formate und geben sie an den HiFi-Verstärker oder das TV-Gerät aus.

Aktuelle Geräte sind dabei sogar mit einer HDMI-Schnittstelle ausgestattet und können HD-Videos abspielen. Voraussetzung ist allerdings, dass eine schnelle Netzwerkverbindung zwischen PC und Mediabox besteht. Am besten geeignet ist eine fest verkabelte Ethernet-Verbindung, die unter allen Umständen schnell genug sogar für HD-Videos ist.

Zweitbeste Alternative ist in der Regel eine Verbindung via Homeplug-Adapter, mit deren Hilfe die Daten über die Stromleitungen durch das Haus geschickt werden können. Hier erfüllen die schnellsten Modelle ("Audio/Video") alle Anforderungen auch für HD-Videos, langsamere Geräte ("Highspeed") sind immerhin noch für Videos in DVD-Qualität geeignet. Ein WLAN-Adapter ist zwar bei allen aktuellen Mediaboxen eingebaut, die Funkverbindung unterliegt aber verschiedenen Einflüssen, die die Übertragungsleistung herabsetzen. Deshalb reicht WLAN-Technik in der Regel nur für die Übertragung von Musik und Bildern und Videos mit geringer Bildauflösung aus.

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