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14.12.2007 
Klima-Gipfel

Bremser liegen auf Bali vorn

Bei der Weltklimakonferenz auf Bali zeichnen sich wenige Stunden vor dem Ende erste Ergebnisse ab: Gastgeber Indonesien hat den Delegierten einen Kompromissvorschlag unterbreitet. Doch Streit ist programmiert – denn der Vorschlag enthält keine klaren Klimaschutzziele.

„Wir bestehen weiter auf dem Hinweis auf eine Treibhausgasminderung der Industrieländer bis 2020“, sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas auf der Weltklimakonferenz auf Bali. Lupe

„Wir bestehen weiter auf dem Hinweis auf eine Treibhausgasminderung der Industrieländer bis 2020“, sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas auf der Weltklimakonferenz auf Bali.

HB NUSA DUA. Die Minister einigten sich im Prinzip darauf, den Schutz der Tropenwälder zur Vermeidung von Treibhausgasen als Beitrag zum Klimaschutz im nächsten Klimaschutzvertrag zu berücksichtigen, berichteten Teilnehmer am Freitag. In der Kernfrage, ob im Abschlussdokument ein Ziel zur Treibhausgasminderung für Industrieländer genannt wird, zeichnete sich jedoch noch keine Einigung ab.

„Wir bestehen weiter auf dem Hinweis auf eine Treibhausgasminderung der Industrieländer bis 2020“, sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. Die EU-Länder wollen als Richtschnur für die Verhandlungen über einen künftigen Klimaschutzvertrag das Ziel festschreiben, dass die Industrieländer ihre Emissionen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent unter das Niveau von 1990 senken. Dagegen sperren sich die Amerikaner.

Die indonesische Konferenzpräsidentschaft präsentierte am Freitag ein Kompromisspapier ohne Bezug auf dieses Ziel. Das wollen die Europäer bislang nicht akzeptieren. In dem Papier steht allerdings nach Angaben aus Delegationskreisen, dass die Treibhausgase bis 2050 erheblich gesenkt werden müssen, und dass der Treibhausgasausstoß in den nächsten zehn bis 15 Jahren seinen Höhepunkt erreichen muss.

Über die Knackpunkte verhandeln stellvertretend für die mehr als 150 Länder auf Bali zur Zeit noch zwölf Minister in einer Kerngruppe. Darunter ist auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). Ihre Ergebnisse müssten im Plenum später von allen verabschiedet werden. Die Minister rechneten mit einer langen Verhandlungsnacht.

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