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15.12.2007 
Kritik an Beschluss

„Klimadiplomatie im Schneckentempo"

Was für die einen nur eine weitere herbe Enttäuschung ist, beurteilen andere immerhin als „Teilerfolg für den globalen Klimaschutz in letzter Minute“. Die Ergebnisse des Weltklimagipfels auf Bali stoßen bei deutschen Politikern auf ein geteiltes Echo. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem großen Erfolg, weil Bali den Weg für die eigentlichen Verhandlungen freimache.

Umweltaktivisten beim Klimagipfel auf Bali. Foto: dpaLupe

Umweltaktivisten beim Klimagipfel auf Bali. Foto: dpa

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die auf der Weltklimakonferenz nach zähen Verhandlungen erzielte Einigung als großen Erfolg für den Klimaschutz gewertet. „Das Ergebnis der Klimaschutzkonferenz auf Bali ist ein großer Erfolg, weil es den Weg für die eigentlichen Verhandlungen über wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz und für verbindliche Ziele zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen frei macht“, sagte Merkel am Samstag.

Natürlich werde der Weg zu einem Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Abkommen noch steinig werden, räumte die CDU-Politikerin ein. Aber sie sei fest davon überzeugt, dass sich das Mandat von Bali schon bald als wegweisend und weichenstellend erweisen werde, ähnlich wie es das Mandat von Berlin in den 90er Jahren trotz anfänglicher Kritik getan habe. Das Mandat von Berlin habe seinerzeit den Weg zum Kyoto-Abkommen geebnet und Bali werde zu einem bindenden und international verpflichtenden Nachfolgeabkommen führen.

Merkel sagte, Bundesumweltminister Sigmar Gabriel habe auf Bali gemeinsam mit den anderen europäischen Delegationen hervorragend verhandelt und leidenschaftlich für ein neues Klimaschutzmandat gekämpft. „Die geschlossene Haltung der Europäer war eine wesentliche Grundlage des guten Ergebnisses; ohne sie wäre der Erfolg von Bali nicht möglich gewesen.“

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Erster Schritt, Teilerfolg oder Bedrohung

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