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16.12.2007 
Weltklimakonferenz

Bali-Beschlüsse lösen keine Begeisterung aus

von Klaus Stratmann und Barbara Gillmann

Die Bundesregierung hat das Ergebnis der Klimakonferenz von Bali begrüßt – Opposition und Wirtschaft sehen dagegen allenfalls Minimalziele erreicht. Nach einem dramatischen Ringen hatten 187 Länder am Wochenende auf der indonesischen Ferieninsel Verhandlungen für einen neuen Weltklimavertrag vereinbart. Dieser soll bis Ende 2009 sicherstellen, dass die Treibhausgase bis Mitte des Jahrhunderts deutlich sinken.

BERLIN. Der Umweltexperte des BDI, Klaus Mittelbach, sagte dem Handelsblatt, er sei zwar „froh, dass die Konferenz sich überhaupt auf eine Road-Map verständigt hat“. Dass es am Ende einen Kompromiss mit den USA gegeben habe, sei ein Erfolg. Nun müssten sich die Europäer aber „erheblich anstrengen, um ihre anspruchsvollen Ziele durchzusetzen“.

Bosch-Chef Franz Fehrenbach sagte, „ein deutlicheres Signal wäre nötig gewesen“. „Meine Erwartungen waren von Beginn an eher bescheiden. Es ist völlig klar, dass die USA mitmachen müssen, wenn sich etwas bewegen soll“, sagte er dem Handelsblatt. Ein Problem wie den Klimawandel könne kein Land allein lösen, da müssten alle mithelfen. „Insofern ist mit der Einigung auf ein Nachfolgeprotokoll zu Kyoto wohl gerade noch ein Minimalziel erreicht worden.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hingegen sprach von einem „großen Erfolg“. Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, es sei „weit mehr erreicht worden, als angesichts der Interessenlagen zu erwarten“ gewesen sei, allerdings „auch weniger“, als sich die EU und Deutschland gewünscht hätten.

Grünen-Chef Reinhard Bütikofer wiederum zeigte sich „erstaunt“ über Gabriels positive Wertung: „Die Konferenz ist weit hinter dem Notwendigen zurückgeblieben. Das Ergebnis ist für die Europäer gesichtswahrend. Es fehlt aber die gewünschte Konkretisierung.“

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