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03.01.2008 
Klima

Bundesamt warnt vor drastischem Artenschwund

Das Bundesamt für Naturschutz hat vor einem dramatischen Artenschwund in den kommenden Jahrzehnten durch den Klimawandel gewarnt. Bis zu 30 Prozent aller einheimischen Arten könnten verschwinden.

TrockenheitLupe

Ein vertrocknender Löwenzahn ragt im April 2007 am Rheinufer in Düsseldorf aus rissiger Erde.

dpa BERLIN. Das Bundesamt für Naturschutz hat vor einem dramatischen Artenschwund in den kommenden Jahrzehnten durch den Klimawandel gewarnt.

„Vorläufige Studien besagen, dass alleine wegen des Klimawandels zwischen fünf und 30 Prozent aller einheimischen Arten aus Deutschland beziehungsweise Mitteleuropa verschwinden könnten“, sagte die neue Präsidentin des Bundesamts, Beate Jessel, der „Berliner Zeitung“. Zu einer ebenso alarmierenden Einschätzung war nach Worten von Umweltstaatssekretär Michael Müller der Weltklimarat Ipcc im April vergangenen Jahres gekommen. Der Rat sehe jede dritte Tier- und Pflanzenart in Deutschland bedroht, berichtete Müller damals.

Besonders betroffen sind nach Jessels Worten Tiere und Pflanzen in Gewässern, Mooren, im Hochgebirge oder an Küsten, aber auch Zugvögel wie der Pirol. Dafür gebe es bereits jetzt zum Beispiel neue Schmetterlingsarten. Die Naturschützerin warnte auch vor einer zunehmenden Verbreitung von Stechmücken sowie Zecken, die Krankheiten wie Hirnhautentzündung übertragen können. Eingeschleppte Pflanzen wie die Beifuß-Ambrosie könnten Allergien auslösen.

Jessel hatte am Mittwoch im Berliner „Tagesspiegel“ bereits auf die Auswirkungen der Erderwärmung aufmerksam gemacht. Brandenburg werde besonders von Wasserknappheit betroffen sein. Die Abflussmengen in der Havel seien in den vergangenen 30 Jahren um 30 Prozent zurückgegangen.

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