US-Delegationschefin Paula Dobriansky betonte, auch die USA wollten „nationale Ziele“ sowie ein langfristiges Klimaziel. Doch sagte der Klimaberater von Präsident George W. Bush, James Connaughton, Ziele dürften sich nicht nur an der Wissenschaft ausrichten, sondern auch an der Machbarkeit und am Nutzen für die Umwelt. Gabriel sagte auf die Frage, ob das Hauptproblem für die USA die Erwartung sei, die Zielmarke von 25 bis 40 Prozent nicht zu schaffen: „Das wird tatsächlich die Sorge sein.“
Bei der Eröffnungszeremonie für die Ministergespräche warnte Ban eindringlich vor einem Scheitern. „Wenn wir Bali ohne Durchbruch verlassen, werden wir nicht nur unsere Regierungen, sondern auch die Hoffnungen der Völker der Welt enttäuscht haben“, sagte der UN-Generalsekretär. „Die Augen der Welt sind auf uns gerichtet.“ Auf Bali müssten sich alle der „entscheidenden Herausforderung unserer Zeit“ stellen. „Jetzt ist die Zeit zu handeln“, sagte Ban.
Auch fast alle anderen Redner richteten flammende Appelle zur Einigung an die Minister. Der indonesische Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono betonte als Gastgeber, alle Nationen müssten zusammenwirken. Die Industrieländer müssten mehr tun, aber auch die Entwicklungsländer seien zu einem Beitrag bereit. Gabriel lobte dieses klare Bekenntnis. Denn ein weiterer Hauptstreitpunkt auf Bali ist, wie Schwellen- und Entwicklungsländer zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen sollen und wie die armen Länder dafür nötige Technologie aus den Industrienationen bekommen.
