Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz auf Bali sind von Grünen, Linken und Umweltschützern als enttäuschend kritisiert worden. Dagegen sieht Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) durchaus Erfolg. „Bali ist ein erster Schritt, weitere müssen folgen“, erklärte sie am Samstag in Berlin. „Im nächsten Schritt muss aber die Reduzierungsmenge der Treibhausgas- Emissionen genau benannt werden.“ Dazu sei auch „eine zukunftsorientiertere Position der US-Regierung“ nötig.
CSU-Chef Erwin Huber sprach von einem „Schritt nach vorne“, mahnte aber weiter entschiedenes Handeln an. „Das ist für den Moment ein Fortschritt“, sagte er in München. „Es ist ja positiv, wenn 180 Staaten der Welt etwas unternehmen wollen.“ Die Klimaproblematik löse dies aber „natürlich noch nicht“. So werde man beispielsweise mit allen politischen und diplomatischen Mitteln auf die USA einwirken, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Amerika als wirtschaftliche Weltmacht müsse den Ehrgeiz entwickeln, hier ein führende Rolle zu übernehmen, verlangte Huber.
Der Klimaberater der Bundesregierung, Hans Joachim Schellnhuber, sprach von einem „wichtigen Teilerfolg für den globalen Klimaschutz in letzter Minute“.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland erklärte: „Der Kompromiss der Abschlusserklärung reicht nicht gegen die großen Bedrohungen durch den Klimawandel.“ Die Bundesregierung dürfe deshalb ihre Vorreiterrolle auf keinen Fall aufgeben und müsse ungeachtet des Ergebnisses die deutschen Emissionen um 40 Prozent reduzieren, sagte Geschäftsführer Gerhard Timm.
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