| HANDELSBLATT, Freitag, 7. Dezember 2007, 08:06 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Ranking | ||||||||||||||||||||||||
Die größten Klimasünder | ||||||||||||||||||||||||
Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch hat in ihrem neuen Klimaschutzindex Emissionen, Trends und Politik von 56 Ländern bewertet. Ein großes Lob ging an die große Koalition und deren Klimaschutzanstrengungen. Wie Deutschland insgesamt bewertet wurde und wer im Ranking am schlechtesten abschnitt. | ||||||||||||||||||||||||
HB NUSA DUA. Die Klimaschutzleistungen in Deutschland sind im internationalen Vergleich hervorragend. Die Bundesrepublik machte in einem neuen Klimaschutzindex gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze gut und landete hinter Schweden auf dem zweiten Platz, berichtete die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch am Freitag bei der Weltklimakonferenz in Bali. Sie berücksichtigt für den Index neben den klimaschädigenden Treibhausgasemissionen auch den Emissionstrend und die Klimapolitik. „Was die Politik angeht, kommt Deutschland sogar auf den ersten Platz“, sagte Jan Burck von Germanwatch auf Bali, selbst ohne Berücksichtigung des neuen Klima- und Energieprogramms der Bundesregierung. Deutschland habe vor allem Punkte durch Initiativen beim EU-Frühjahrsgipfel und beim G8-Gipfel in Heiligendamm gewonnen, sagte Burck. Auch der Emissionstrend sei erfreulich. Allerdings sei das Niveau mit rund zehn Tonnen pro Kopf noch hoch. » Wie Sie Ressourcen nicht vergeuden: Informieren Sie sich umfangreich über das Thema Energie und Umwelt Keines der Länder könne sich auf den Lorbeeren ausruhen, warnt die Organisation. „Kaum ein Staat ist auf dem Weg, den wir brauchen, um insgesamt die globale Temperaturerhöhung unter zwei Grad zu halten und eine globale Klimadestabilisierung zu vermeiden“, sagte Matthias Duwe, Europa-Direktor des Klima-Netzwerks CAN. Die schlimmsten Klimasünder unter den 56 Ländern, die zusammen 90 Prozent der Emissionen ausmachen, sind Saudi Arabien, die USA und Australien. Sie erhielten in allen drei Sparten schlechte Noten. Sieben der weltweit größten Emittenten liegen auf den hinteren Plätzen. Unter den ersten zehn sind Mexiko, Indien und Brasilien, mit erfreulichen Emissionstrends und guter Klimaschutzpolitik. China liegt wegen seiner hohen Emissionen und eines hohen Emissionstrends auf Platz 40. Germanwatch wertet statistische Daten zu Emissionen und Trends aus und lässt die Klimapolitik von Umweltgruppen in den einzelnen Ländern beurteilen. Für Deutschland nahmen neun Experten die Bewertung vor. | ||||||||||||||||||||||||
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