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03.03.2008 
Energieeffizienz

Stromsparen elektrisiert die IT-Branche

von Joachim Hofer

Immer mehr Lebensbereiche hängen von der Informationstechnologie ab, entsprechend steigt der weltweite Stromverbauch. Nun entdeckt auch die Cebit das Thema Energieeffizienz: Analog zur Autobranche entwickelt die IT-Industrie Konzepte für einen geringeren Stromverbrauch. Während Privatanwender noch abwarten, sind Firmen offen für neue Lösungen.

Berliner-Rechenzentrum von Strato. Mit effizienter Hardware will der Internet-Dienstleister den Stromverbrauch senken. Foto: dpaLupe

Berliner-Rechenzentrum von Strato. Mit effizienter Hardware will der Internet-Dienstleister den Stromverbrauch senken. Foto: dpa

MÜNCHEN. Wer mit dem Fahrrad in den Urlaub fährt, der hält sich fit und schont die Umwelt. Und wer seinen PC ausschaltet? Der hilft auch mit, dass weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gepustet werden. Denn weltweit verursachen die Rechner durch ihren Stromhunger genauso viele Abgase wie sämtliche Jets zusammen.

Willkommen zur Cebit 2008. Erstmals steht auf dem Messegelände in Hannover das Stromsparen im Vordergrund. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich die Anbieter mit immer leistungsstärkeren Geräten überboten haben. Dieses Jahr ist der Klimaschutz das vorherrschende Thema. Grüne Informationstechnologie ist "en vogue", wie es IBM-Deutschlandchef Martin Jetter ausdrückt.

MÜNCHEN. Kein Computerhersteller und kein Softwareanbieter kann es sich jetzt noch leisten, nicht auf das Thema aufzuspringen. Denn der Druck wächst: "Mehr als ein Drittel aller IT-Abteilungen werden bis zum Jahr 2009 ökologische Aspekte in ihre sechs wichtigsten Entscheidungskriterien beim Kauf neuer IT-Produkte aufnehmen", prognostizieren die Experten des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner.

Wenn es rein um Computer geht, wird das Stromsparen sogar noch wichtiger, so die Vorhersage der Gartner-Analysten. "Bis zum Jahr 2010 werden 70 Prozent aller Unternehmen den Energie- und CO2-Verbrauch als den entscheidenden Aspekt beim Kauf von PC-Hardware ansehen."

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Das verdeutlicht das Beispiel der Netzwerkrechner, der sogenannten Server. Englische Forscher haben jüngst ausgerechnet, dass jeder dieser leistungsstarken Computer so schmutzig ist wie ein Geländewagen.

So wie immer mehr dieser bulligen Wagen über die Autobahnen jagen, so stehen auch immer mehr Server in den Rechenzentren dieser Erde. Denn jeden Tag nimmt die Zahl der Internet-Nutzer zu, immer mehr Bereiche des Lebens hängen von der Informationstechnologie ab. Entsprechend steigt der Stromverbrauch.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Konzepte für einen geringeren Stromverbrauch.

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