Die Konkurrenz zieht freilich nach: "Ein gut ausgebautes Mobilfunknetz ist unabdingbare Voraussetzung insbesondere für die Entwicklung des mobilen Datenmarktes", sagt T-Mobile-Vorstand Hamid Akhavan. Der Anbieter versorgt nach eigenen Angaben 60 Prozent der Bevölkerung mit UMTS und HSDPA. O2 bietet HSDPA mit bis zu 1,8 Megabit pro Sekunde seit Dezember in sechs deutschen Großstädten an. T-Mobile und Vodafone
haben zudem Laptops mit integriertem HSDPA-Modem auf den Markt gebracht. Nur E-Plus agiert zurückhaltend; anders als bei der Konkurrenz steht UMTS nicht auf der Agenda. Aggressive Preise und Billigmobilmarken sieht Geschäftsführer Thorsten Dirks derzeit als Erfolgsrezept. E-Plus erwirtschafte 95 Prozent des Umsatzes mit Sprachdiensten und SMS.
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Doch trotz aller Fortschritte hat das UMTS-Netz hat noch große Lücken. In ländlichen Gebieten haben Kunden nach wie vor schlechte Karten - vor allem wenn sie hoffen, dass UMTS für sie eine Alternative zu den oft nicht vorhandenen DSL-Anschlüssen sein könnte. Die Daten dümpeln mit 236,8 Kilobit pro Sekunde auf den Rechner, und auch das ist nur möglich, weil die ältere EDGE-Mobilnetztechnologie (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) zu späten Ehren kommt. T-Mobile hat den Ausrüster Alcatel-Lucent damit beauftragt, 5 000 Basisstationen bundesweit zu modernisieren und damit für den Datenbeschleuniger EDGE fit zumachen. Bis Ende des Jahres will T-Mobile EDGE flächendeckend im gesamten Netz anbieten. Auch Vodafone
ersetzt veraltete Basisstationen, um in ländlichen Regionen ohne UMTS-Abdeckung wenigstens EDGE anzubieten. Bei so viel Begeisterung für mobile Datendienste mag auch die Bundesnetzagentur nicht abseits stehen. Sie kündigte an, 2008 weitere UMTS-Lizenzen versteigern. Bei der ersten Auktion sei nur ein Teil des Mobilfunkspektrums verkauft worden. Nun sollen auch die restlichen Frequenzen für den wachsenden Mobildatenstrom genutzt werden.

