Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte ein entschiedeneres Vorgehen der Branche gegen das Elektroschrott- Problem. Von den bis zu 50 Millionen Tonnen Elektronik-Müll, die jährlich anfielen, lande nur ein geringer Teil in offiziellen Recycling-Anlagen. Die ausgemusterten Computer, Monitore oder Handys enthalten zahlreiche giftige Substanzen wie Blei und Quecksilber oder den Dioxin ausstoßenden Kunststoff PVC.
Die Industrie indes verspricht, bei "Green IT" erst am Anfang zu stehen. "Das Thema setzt sich fort, das ist auch ein wichtiger Markt", sagte der Präsident des Branchenverbandes BITKOM, August Wilhelm Scheer. - Laut einer Umfrage sind die weitaus meisten Verbraucher in Deutschland bereit, mehr Geld für umweltfreundlichere Computer zu zahlen.
Den CeBIT-Machern ist es mit "Green IT" erstmals seit Jahren gelungen, wieder ein echtes Top-Thema zu setzen. Das passte gut zu dem Neuanfang der Messe: Aufgrund der starken Veränderungen in der Branche, Absagen großer Firmen und Irritationen in der Branche über den Kurs der CeBIT hatten die Veranstalter der Messe ein neues Konzept verpasst. Es besteht im Kern aus einer klareren Aufteilung mit Schwerpunkten, mehr Inhalt und einer stärkeren Konzentration auf das Besucherinteresse. Zudem wurde die CeBIT um einen auf sechs Tage verkürzt, damit die Firmen Kosten sparen können.
Noch mehr ausgebaut werden soll die Zahl der Kongresse und Tagungen. Dabei stehen die CeBIT-Macher aber vor einem Kraftakt - die Tagungskapazitäten auf dem Messegelände haben ihre Grenze erreicht, nötig sind Neubauten oder Umbauten.

