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31.05.2007 
Internationale Standards

Die Benchmarks nachhaltigen Bauens

von Susanne Bergius

In Deutschland müssen in der Planung immerhin seit 2005 laut DIN-Norm 18589 die gesamten Energieverbräuche von Gebäuden bilanziert werden, also Heiz-, Kühl- und Stromverbrauch. Dadurch können Investoren die Betriebskosten besser abschätzen. Die Norm bestimmt für 34 unterschiedliche Nutzungsprofile die Energieverbräuche.

DÜSSELDORF. Die Europäische Union will die Energieverschwendung in Bürobauten nun eindämmen. Eine entsprechende Richtlinie hätte die Bundesregierung Anfang 2006 umsetzen müssen, also die Energieeinsparverordnung (EnEV) so novellieren müssen, dass sie ab 2007 betriebliche Zweckbauten auf Effizienz trimmt. Doch erst seit Mitte November gibt es einen Referentenentwurf für die Gesetzesnovelle, die Länder und Verbände in diesen Monaten Stellung nehmen können. Das Bundesbauministerium will das Gesetzgebungsverfahren im ersten Halbjahr abschließen. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2008 in Kraft treten.


Quiz  Wissens-Test: Wer sind die größten Energiefresser im Haus?


Die Primärenergieverbräuche für Strom und Heizung dürfen für betriebliche Gebäude je nach Zweck zwischen 120 bis deutlich mehr 400 Kwh betragen. Bürogebäude der Privatwirtschaft fehlen in der langen Liste der 34 Nutzungsprofile jedoch. In welche Rubik sie fallen, kann auch das Ministerium nicht sagen, weil die Privatwirtschaft zu erforderlichen Energieverbräuchen und Erfahrungswerten noch keine Angaben gemacht hat. Man solle sich ein vergleichbares Gebäude aussuchen, heißt es. Damit können Investoren aus einer Bandbreite von 160 bis 345 Kwh wählen. Ob die EU-Kommission das so gewollt hat, ist zu bezweifeln.


Tool  Strom-Tarife im Vergleich
Tool  Gas-Tarife im Überblick


Immerhin sind die Werte im Vergleich zu den vielfach üblichen 700 Kwh ein Fortschritt. Ein großer Fortschritt sei, dass künftig auch Klimaanlagen und Heiz- und Beleuchtungssysteme zu berücksichtigen sind, betont Prof. Thomas Lützkendorf von der Universität Karlsruhe. Zudem muss vor dem Neubau geprüft werden, ob alternative Energiesysteme technisch, ökologisch und wirtschaftlich einsetzbar sind.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Schweiz ist Vorreiter

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