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04.05.2008 
Nachwuchskräfte

Heißer Kampf um Talente

von Britta Mersch

Im Kampf um Nachwuchskräfte kommt es auf die richtige Personalstrategie an. Mittelständler basteln an Konzepten, wie sie den Nachwuchs möglichst frühzeitig an sich binden können – und bieten schnellere Aufstiegschancen als Konzerne. Wie sich mittelständlische Unternehmen bei Fachkräften und Uni-Absolventen gegen Konzerne behaupten.

DÜSSELDORF. Nach dem Abitur zog es Dietrich Kanz zunächst an die Uni. Der heute 28-Jährige studierte zwei Semester Informatik an der TU München, merkte aber schnell, dass die Hochschule nicht das Richtige für ihn ist. Deshalb bewarb er sich beim Münchner IT-Unternehmen Consol und ließ sich dort zum "Fachinformatiker für Systemintegration" ausbilden.

Die Ausbildung in dem mittelständischen Unternehmen hat für Kanz viele Vorteile: Anders als in einem Konzern übernahm er schon früh eigenständige Projekte. Zurzeit etwa baut Kanz ein Team zur europaweiten Kundenbetreuung von verschiedenen Apple-Systemen auf, vor allem für Film- und Fernsehproduktionen: "Jeder hat hier die Chance, sich nach seinen eigenen Fähigkeiten zu entfalten", schwärmt er.

Dass Nachwuchskräfte früh Verantwortung übernehmen können, ist ein großer Vorteil der Mittelständler im Kampf mit den Konzernen um Nachwuchskräfte. Gerade in der boomende IT-Branche ist esschwierig, Fachkräfte zu finden. Allein in diesem Jahr soll die Zahl der Beschäftigten um 4 000 auf 820 000 steigen.

Als mittelständisches Unternehmen hat sich Consol deshalb ein Personalmarketing-Konzept ausgedacht. Seit 1999 bildet das Unternehmen Fachinformatiker aus, deren Schwerpunkte Programmieren oder Systemadministration sind und die einen IHK-Abschluss erwerben. "Wir gehörten zu den ersten, die diese Ausbildung angeboten haben", sagt Geschäftsführerin Andrea Stellwag.

Die Bilanz nach neun Jahren ist gut: Von den bislang 28 Auszubildenden wurden 23 übernommen, drei sind noch in der Ausbildung. "Unsere Mitarbeiter bekommen bei uns die größtmöglichen Freiheiten", sagt Stellwag.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wie das Unternehmen seine Leute bei Laune hält.

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