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11.05.2008 

"Wer sich einen elektrischen Stapler zulegt, sollte unbedingt Modelle mit Doppelschicht-Kondensatoren wählen", rät IML-Expertin Oswald. Die etablierten Blei-Akkumulatoren seien zwar günstiger, hätten aber durch ihr hohes Gewicht und den geringen Wirkungsgrad erhebliche Nachteile bei der Energieeffizienz.

Eine Alternative zu reinen Elektroantrieben sind Modelle mit Hybridmotoren. Solche Stapler stellt zum Beispiel die Still GmbH in Hamburg her. Das Unternehmen brachte 2006 den ersten Hybridstapler der Welt auf den Markt. Das Besondere an den Still-Motoren: Doppelschicht-Kondensatoren speichern beim Bremsen die Energie, die durch die Verbrennung des Dieselbenzins freigesetzt wurde Sie wird dann für den Elektro-Antrieb des Gabelstaplers verwendet, der den Dieselantrieb ergänzt. Im Februar gewann das Unternehmen mit dem Hybridstapler mit integriertem Energiespeicher den Umweltpreis der britischen Gabelstaplervereinigung (FLTA).

Preise errang man auch in Pirmasens bei der PSB GmbH. Für ein Regalbediengerät mit einem Modul zur Energierückgewinnung erhielt das Familienunternehmen dieses Jahr in Paris den Innovationspreis der Logistikmesse Manutention. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Pufferbatterie, die überschüssige Energie nur auffängt und speichert, führt das PSB-Modul sie sofort in das hauseigene Stromnetz zurück. Die so gewonnene Energie betreibt dann andere Geräte, die am allgemeinen Stromkreislauf hängen. Zu Versorgungslücken kann es so nicht kommen.

"Diese Technik ist bei uns mittlerweile Standard", sagt PSB-Geschäftsführer Werner Klein. Regalbediengeräte ohne Energiespeicher verkaufe er nicht mehr. Leider sei die Nachfrage von Kundenseite noch sehr verhalten, klagt der PSB-Geschäftsführer. Viele Kunden setzten noch auf herkömmliche Technik. Klein ist dennoch von der wachsenden Bedeutung neuartiger Stromspartechniken überzeugt. Die steigenden Energiepreise geben ihm recht. Mit der PSB-Lösung für Regallogistik könne ein Unternehmen bis zu 30 Prozent Energie einsparen, rechnet der Geschäftsführer vor.

Christoph Hahn-Woernle ist weniger optimistisch. Überschüssige Energie aufzufangen sei zwar ein erster Schritt in Richtung Energiewirtschaft, sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Stuttgarter Viastore Systems GmbH. Energiesparende Regalbediengeräte allein reichten in Zeiten steigender Strompreise aber nicht mehr aus, prophezeit der Unternehmer. Die Zukunft gehöre vielmehr energieeffizienten Distributionszentren und straffer Prozessplanung. "Die Intralogistik hat in Sachen Energie die Schlüssel in der Hand, sie muss sie nur benutzen."

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